STMicroelectronics stellt viele Halbleiter für Elektroautos her - doch derzeit werden vergleichsweise wenige E-Fahrzeuge gebaut. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Wie gut ist die Aktie von STMicroelectronics?

Der Chip-Hersteller STMicroelectronics hat mit rückläufigen Bestellungen aus der Automobilbranche zu kämpfen. Der Aktienkurs ist spürbar gefallen – bieten sich jetzt Kaufgelegenheiten?

Im ersten Quartal 2024 sank der Umsatz um mehr als 18 Prozent zum Vorjahr auf 3,47 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn halbierte sich auf 513 Millionen Dollar. Damit verfehlte der italienisch-französische Konzern seine eigenen Erwartungen – das Management war von einer besseren Entwicklung im wichtigen Geschäft mit Chips für die Autoindustrie ausgegangen. In den letzten Monaten schwächelte vor allem der Absatz von Elektroautos, für die besonders viele Halbleiter benötigt werden. Die Hersteller bauten deshalb eher Chip-Bestände ab, also neue Bestellungen aufzugeben. STMicroelectronics gehört zusammen mit dem deutschen Konkurrenten Infineon zu den weltgrößten Lieferanten von Autohalbleitern.

Wie Infineon hat auch STMicroelectronics seine Jahresprognose gesenkt. Das Unternehmen erwartet jetzt 2024 nur noch 14 bis 15 Milliarden Dollar Umsatz, die bisherige Spanne lag bei 15,9 bis 16,9 Milliarden Dollar. Die Bruttogewinnmarge soll im unteren 40-Prozent-Bereich liegen. Zuvor hatte STMicroelectronics eine Bruttomarge im unteren bis mittleren 40-Prozent-Bereich angepeilt. Für die nächsten Jahre rechnet der Konzern weiterhin mit solidem Wachstum: Spätestens 2027 will man einen Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar erreichen.

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Die STMicroelectronics-Aktie hat in diesem Jahr bislang überwiegend an Wert verloren. Auf drei Monate gesehen notiert sie 12 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie knapp 4 Prozent eingebüßt. Langfristig hat sich die Aktie sehr gut entwickelt, auf fünf Jahre betrachtet ist ihr Wert um 140 Prozent gestiegen.

ECOreporter traut es STMicroelectronics zu, in den nächsten Jahren wieder deutlich höhere Gewinne zu erzielen. Das Unternehmen hat ein großes Produktsortiment, und die Automobilsparte dürfte sich mittelfristig wieder erholen. Zudem profitiert der Konzern vom politischen Rückenwind für den Ausbau der europäischen Halbleiterindustrie. In Frankreich will STMicroelectronics bis 2027 eine gemeinsame Fabrik mit dem Chip-Fertiger Globalfoundries bauen und erhält dafür 7,4 Milliarden Euro an EU-Zuschüssen.

Die Verschuldung des Unternehmens ist gering: Vermögenswerten von 25 Milliarden Dollar standen Ende März Verbindlichkeiten von nur 7,8 Milliarden Dollar gegenüber. Und die Aktie ist derzeit vertretbar bewertet - das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2024 bei 19, für 2025 bei 13. Allerdings bleiben erhöhte Risiken, da STMicroelectronics viele Halbleiter nach China liefert und zudem etwa 12 Prozent seiner Umsätze mit Chips für Apple erzielt. Die Gewinnentwicklung ist daher abhängig von geschäftlichen Entscheidungen des Smartphone-Konzerns, der zunehmend auf selbst entwickelte Halbleiter setzt.

Die STMicroelectronics-Aktie bleibt nach Einschätzung von ECOreporter weiterhin eine spannende Investment-Idee für mutige Anlegerinnen und Anleger.

Lesen Sie auch unser Dossier Nachhaltige Halbleiter-Aktien: Bis 1.800 % Plus in fünf Jahren.

STMicroelectronics N.V.: ISIN NL0000226223 / WKN 893438

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