Die USA haben Sanktionen gegen ein russisches Gasprojekt erlassen, an dem auch der französische Ölkonzern Total beteiligt ist. / Foto: Total Energies

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Wie russisches Gas auch in "nachhaltige" ETFs kommt

Gegen russisches Flüssiggas (LNG) gibt es weiterhin keine Sanktionen der EU. Davon profitiert Russlands Kriegsmaschinerie – und auch die Kurse mancher vermeintlich nachhaltiger ETFs.

Mit dem Verkauf von Flüssiggas an die EU soll das Moskauer Regime dieses Jahr mehr als 5 Milliarden Euro verdient haben, wie der Kölner Nachrichtensender "ntv" berichtet. Frankreich habe den LNG-Import aus Russland demnach um 40 Prozent hochgefahren, Spanien und Belgien sogar verdoppelt.

Keine Sanktionen für russisches LNG

Das geht, weil zwar Bauteile für russische LNG-Anlagen auf Sanktionslisten stehen. Der Import von russischem Flüssiggas in die EU ist aber weiterhin nicht eingeschränkt. Auch der internationale Weitertransport und der Verkauf von LNG bleiben unbehelligt.

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Mit dem Import finanziere "die EU indirekt natürlich auch einen Krieg Russlands mit", erklärte Andreas Schröder, Marktanalyst des britischen Preis-Informationsdienstes ICIS, gegenüber der "Tagesschau". Das Bundeswirtschaftsministerium teilte dem Nachrichtenmagazin auf Anfrage mit, dass die Verträge über Gaslieferungen von Unternehmen geschlossen würden – die Regierung habe darauf keinen Einfluss.

Die USA wollen offenbar strenger vorgehen. Anfang November verhängten sie Sanktionen gegen ein russisches LNG-Projekt in der Arktis, an dem auch europäische Unternehmen wie der französische Energiekonzern Total Energies beteiligt sind.

Total Energies lässt sich auch in vorgeblich nachhaltigen ETFs finden. Dazu gehören etwa der iShares Dow Jones Eurozone Sustainability Screened des US-Vermögensverwalters BlackRock, der Amundi Index MSCI World ESG Leaders Select oder der Lyxor MSCI Europe ESG Leaders, die beide vom französischen Fondshaus Amundi angeboten werden.

Der iShares-ETF will nach eigener Aussage Investoren "direkten Zugang zu Unternehmen, die im Bereich der Nachhaltigkeit führend sind", bieten. Und bei beiden Amundi-ETFs heißt es: "Unternehmen, deren Produkte oder Aktivitäten negative Auswirkungen auf die Gesellschaft oder die Umwelt haben könnten, sind ausgeschlossen."

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