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Zahnimplantatehersteller Straumann wächst im dritten Quartal
Der Schweizer Zahnimplantatehersteller Straumann hat seinen Umsatz im dritten Quartal erneut gesteigert. Der Konzern bestätigte den bereits angehobenen Ausblick.
Zwischen Juli und September erzielte Straumann einen Umsatz von 585,5 Millionen Schweizer Franken (625 Millionen Euro), ein Plus von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Organisch, also ohne Berücksichtigung von Firmenverkäufen oder Währungseffekten, betrug das Plus 11,2 Prozent.
Erhöhte Prognose wird bestätigt
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in den Regionen Asien-Pazifik und Europa, wo der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr jeweils zweistellig zulegte. In Nordamerika hingegen lief es wie schon in den Vorquartalen nicht so gut, hier sanken die Einnahmen im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 um 1,4 Prozent.
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Straumann veröffentlicht nach dem dritten Quartal üblicherweise keine Gewinnzahlen. Die Vorjahreszahlen sind zudem um die Umsätze des Berliner Zahnschienen-Start-ups Dr. Smile bereinigt. Straumann hatte das Unternehmen im August verkauft.
Die nach dem ersten Halbjahr erhöhte Prognose für 2024 bestätigte Straumann. Der organische Umsatz soll demnach "im niedrigen zweistelligen Prozentbereich" wachsen. Die um Wechselkurseffekte bereinigte Marge vor Steuern und Abschreibungen (EBIT-Marge) soll bei 27 bis 28 Prozent liegen. Im ersten Halbjahr lag diese Kennzahl bei 27,8 Prozent. Der Konzern will zudem "in allen Regionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten investieren" und ist zuversichtlich, weitere Marktanteile zu gewinnen.
Die Straumann-Aktie ist als Schweizer Wertpapier in EU-Ländern nur eingeschränkt handelbar. Mehr dazu erfahren Sie hier. Auf die Aktie gibt es aber auch einen sogenannten American Depositary Receipt (ADR), einen Hinterlegungsschein, der wie eine Aktie an der Börse handelbar und in Europa zugänglich ist.
Im Fall von Straumann entspricht dieser ADR einem Zehntel der regulären Namensaktie, kostet also immer ein Zehntel des aktuellen Aktienpreises. ADRs sind dividendenberechtigt, dementsprechend besteht mit dem Straumann 1/10-ADR ein Anspruch auf ein Zehntel der regulären Dividende. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis und die erwartete Dividendenrendite sind für Aktie und ADR identisch.
Der Straumann-ADR ist im gettex-Handel aktuell 3,0 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 12,90 Euro (Stand: 29.10.2024, 9:13 Uhr). Im Monatsvergleich ist der Hinterlegungsschein 14,6 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat er 22,9 Prozent zugelegt.
Ein Problem für Straumann bleibt das schwache US-Geschäft: Viele Kunden halten sich aufgrund der angespannten Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten bei den teuren Straumann-Produkten zurück. Gleichzeitig wird der Konzern abhängiger vom chinesischen Markt, was Risiken birgt.
Zwar ist Straumann wirtschaftlich robust aufgestellt und dürfte auch weiterhin solide Gewinne erwirtschaften. Aktie und ADR sind nach Einschätzung der Redaktion mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von 42 aber teuer. Für defensive Anlegerinnen und Anleger ist ein Einstieg bei Straumann aktuell eher keine Option. Die erwartete Dividendenrendite ist mit 0,8 Prozent kein Argument für einen Einstieg.
Straumann Holding AG Namensaktie Unsponsored 1/10 ADR: ISIN US86317T1034 / WKN A2QPJX
Straumann Holding AG Namensaktie: ISIN CH1175448666 / WKN A3DHHH