Windpark Emlichheim von Ökorenta. Das Unternehmen hat 2022 von den hohen Strompreisen profitiert. / Foto: Ökorenta

  Anleihen / AIF

Ökorenta-Fonds schütten fast 34 Millionen Euro aus

Die Anlegerinnen und Anleger der Ökorenta-Fonds haben in diesem Jahr schon Auszahlungen von über 33,6 Millionen Euro erhalten (Stand 9. August). Das meldet die Fondsinitiatorin und Vermögensverwalterin Ökorenta aus dem ostfriesischen Aurich. Zum Vergleich: Für das Gesamtjahr 2021 beliefen sich die Auszahlungen auf insgesamt rund 21,5 Millionen Euro.

Sowohl die Alternativen Investmentfonds (AIF), die Beteiligungen an Wind- und Solarparks bündeln, als auch die älteren Ökorenta-Zweitmarktfonds konnten 2022 von den Rahmenbedingungen für Wind- und Solarparks profitieren. Nach Angaben von Ökorenta haben alle älteren Bestandsfonds, angefangen vom Wind-Renditefonds I bis zum Neue Energien VII, für das Geschäftsjahr 2022 im zweistelligen Prozentbereich ausgezahlt, wobei die Fonds II und VI über 20 Prozent lagen und der Fonds IV sogar 26 Prozent erreichte. Für das Geschäftsjahr 2021 beliefen sich die Auszahlungen laut Ökorenta-Performancebericht im Durchschnitt auf 9,5 Prozent.

Der Fonds Ökorenta VI gehört zu den Ökorenta-Fonds, deren Laufzeiten gemäß Prospektplanung 2022 enden sollten. Warum laufen sie nun voraussichtlich bis Ende 2025? Und sind auch für das Geschäftsjahr 2023 ähnlich hohe Ausschüttungen wie für 2022 zu erwarten?

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Längere Laufzeit für Zweitmarktfonds

Die Fonds III und VI haben eine prospektierte Laufzeit bis zum 30. November 22 (III) bzw. 31. Dezember 2022 (VI). Im Ökorenta-Performancebericht vom 14. Februar 2023 wird zu beiden Fonds erläutert: „Aufgrund der aktuell positiven Strompreisentwicklung wurde eine Verlängerung bis zum 31. Dezember 2025 beschlossen. Der Fonds läuft bislang unter Plan. Es gibt allerdings gute Zubau- und Repowering-Projekte, die bis zum Ende der Laufzeit die Differenz zwischen Soll und Ist verringern können. Ebenso wirken sich die aktuell hohen Strompreise positiv auf die Rückflussquote aus.“

Der ÖkoRenta Wind-Renditefonds I wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen. Anlegerinnen und Anleger konnten allerdings zum 31. Dezember 2022 ihre Beteiligung erstmalig kündigen. Ökorenta erklärt im Performancebericht: „Aufgrund der aktuell guten Voraussetzungen am Strommarkt für Erneuerbare Energien wird die Planung des Fonds bis Ende 2025 fortgeführt. Bisher läuft der Fonds unter Plan, hat aber durch die aktuell guten Bedingungen am Strommarkt die Möglichkeit, die Performance zu steigern.“

Mehrerlöse für Wind- und Solarstrom in 2022

Stromproduzenten profitieren nach Aussage der Geschäftsführung der Ökorenta GmbH im Performancebericht (vom 14. Februar 2023) „von den seit Herbst 2021 explosionsartig gestiegenen Börsenstrompreisen und erzielen überdurchschnittliche Erlöse. Auch unsere Fonds konnten von der positiven Marktentwicklung profitieren und über die Grundvergütung der EEG-Förderung hinaus Mehrerlöse durch die Direktvermarktung des Stroms an der Strombörse bzw. über Stromabnahmeverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPA), erwirtschaften. Im Ergebnis wurde das schwache Windjahr dadurch teilweise kompensiert.“

2022 war ein Jahr mit außergewöhnlich hohen Marktpreisen für Wind- und Solarstrom. So lag laut der Seite Netztransparenz.de in 2022 der Jahresmarktwert Solar über 20 Cent/kWh und der Jahresmarktwert Wind an Land über 16 Cent/kWh. 2023 bewegen sich die Monatsmarktwerte aber bislang auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Gemäß den aktuellen Daten von Netztransparenz.de für Juli 2023 liegt der Monatsmarktwert Solar bei rund 5,2 Cent/kWh und der Monatsmarktwert Wind an Land bei rund 5,4 Cent/kWh.

Geringere Mehrerlöse für 2023?

Aufgrund dieser Marktentwicklung ist es möglich, dass für das Geschäftsjahr 2023 die Mehrerlöse (über die Grundvergütung der EEG-Förderung hinaus) deutlich geringer ausfallen werden als für 2022. Das könnte auch die Ausschüttungen der Ökorenta-Fonds beeinflussen. Die Höhe der Auszahlungen an die Anlegerinnen und Anleger wird aber noch durch weitere Kriterien beeinflusst.

Ökorenta selbst sieht das „wiederholt gute Abschneiden der Portfoliofonds in der Kombination aus sehr guter Fondssubstanz, professionellem Management und positiven Rahmenbedingungen begründet“.

„Die erfreuliche Entwicklung unserer Fonds spricht nicht nur für die vorausschauende Einkaufspolitik unseres Hauses beim Erwerb der Assets, sondern auch für unser aktives Portfoliomanagement, das die chancenreichen Rahmenbedingungen für grüne Stromproduktion sehr gut zu nutzen weiß“, erläutert Jörg Busboom, geschäftsführender Gesellschafter der Ökorenta Invest GmbH. Potenziale, um die Fondsperformance noch weiter zu steigern, sieht Ökorenta vor allem auf Ebene der Betriebsführung der Wind- und Solaranlagen.

Ökorenta Erneuerbare Energien 14 weiter in der Platzierung

Derzeit ist der Publikums-AIF Ökorenta Erneuerbare Energien 14 in der Platzierung, den Anlegerinnen und Anleger ab 10.000 Euro zeichnen können. ECOreporter hat den AIF in einem ECOanlagecheck ausführlich analysiert.

Über die Erhöhung des Fondsvolumens und erste Investitionen hat ECOreporter hier berichtet.

Verwandte Artikel

03.10.25
 >
04.05.26
 >
26.03.26
 >
09.06.23
 >
11.05.23
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x