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Nachhaltige Aktien, Fonds / ETF
Öl kostet mehr als 100 Dollar – Aktienkurse geben nach
Öl ist aktuell so teuer wie seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht mehr. Das hat spürbare Auswirkungen auf die weltweiten Börsen.
Die wichtigsten Preise für Öl aus Europa und den USA sind heute über 100 Dollar gestiegen, in der Spitze kletterten sie sogar auf fast 120 Dollar. Auslöser für die Steigerungen ist der Iran-Krieg: Weil der Iran den Ölexport aus den Golfstaaten behindert, etwa durch gezielte Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait, verknappt sich das Angebot, und in der Folge ziehen die Preise an.
Devisen sind gefragt, Gold nicht
Hohe Ölpreise bremsen die Wirtschaft und befeuern die Inflation. Deshalb sinken weltweit die Börsenkurse. Der deutsche Leitindex DAX 40 ist heute mit einem Verlust von 2,5 Prozent gestartet, der wichtige europäische Index Stoxx 50 notiert 2,8 Prozent im Minus, der japanische Nikkei-Index hat 5,2 Prozent eingebüßt (Stand 9.3.2026, 9:20 Uhr). Der große US-Index S&P 500 notiert vorbörslich 1,6 Prozent niedriger als am Freitag. Profi-Investoren verkaufen im großen Stil Aktien und schichten das Kapital unter anderem in Devisen wie US-Dollar und Schweizer Franken um. Gold hingegen ist derzeit wenig gefragt, der Preis bewegt sich kaum.
ECOreporter rät weiterhin: Lassen Sie sich nicht von den aktuellen Börsenturbulenzen aus der Ruhe bringen und verkaufen Sie nicht wegen des Krieges Wertpapiere. Erfahrungsgemäß fahren Sie in Krisenzeiten am besten, wenn Sie Ihr Depot einfach weiterlaufen lassen. Der Iran-Krieg dürfte nur dann für längerfristige Verluste an der Börse sorgen, wenn er lange dauert und die Ölreserven in den Industrieländern zur Neige gehen. An einem langwierigen Krieg dürften aber weder die USA noch der Iran Interesse haben.
Sind Sie mit Ihren Investments breit und robust aufgestellt, besteht kein Anlass zur Beunruhigung. Das gilt derzeit insbesondere für nachhaltige Geldanlagen, denn die steigenden Öl- und Gaspreise zeigen einmal mehr, dass fossile Energien nicht nur unsere Lebensgrundlagen zerstören, sondern auch aus sicherheitspolitischen Gründen keine Zukunft haben. Ein Grund mehr, warum Investments etwa in Wind- und Solarfirmen auf lange Sicht vielleicht doch die bessere Idee sind, als Geld in Öl- und Gaskonzerne zu stecken.
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