2G Energy erwartet für das zweite Halbjahr deutlich höhere Einnahmen. / Foto: 2G Energy

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2G Energy: Weniger Umsatz und mehr Gewinn

Der Blockheizkraftwerk- und Wärmepumpen-Hersteller 2G Energy hat im ersten Halbjahr 2024 bei starkem Auftragseingang weniger Umsatz erzielt. Gewinn und Marge konnte der Konzern allerdings steigern. Und für die zweite Jahreshälfte ist 2G optimistischer.

In den ersten sechs Monaten sank der Umsatz von um 3 Prozent zum Vorjahr auf 131,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen bereits nach vorläufigen Zahlen berichtet hatte. Auch die Gesamtleistung, also der Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen, lag im ersten Halbjahr 10 Prozent unter dem Vorjahreswert bei 150 Millionen Euro.

Mehr Umsatz in der zweiten Jahreshälfte erwartet

Zahlreiche Kunden waren laut 2G "in der ersten Jahreshälfte mit für die Energiewende spezifischen Engpässen konfrontiert". Dazu gehörten laut dem Unternehmen etwa eine mangelhafte Verfügbarkeit von Transformatoren und Fachkräften.

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Diese Engpässe werden nach Einschätzung des Konzerns zwar weiter anhalten. Wie 2G erklärte, lägen allerdings für die noch bis zum Jahresende eingeplanten Vorhaben die Projektfreigaben inzwischen vor. Man erwarte daher, dass "Umsatz und Gesamtleistung im zweiten Halbjahr sowohl saisonbedingt als auch aufgrund von Nachholeffekten anziehen".

Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei mehr als 220 Millionen Euro und damit weiterhin auf Rekordniveau. Während potenzielle Kunden in Deutschland wegen der komplizierten Energiepolitik eher abwarten würden, sei der Umsatz im ersten Halbjahr in Osteuropa, den USA und auch wieder in Asien gestiegen, wie 2G bereits im August mitgeteilt hatte.

Das Halbjahresergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 4,1 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die EBIT-Marge stieg von 3,0 auf 3,1 Prozent. Der Nettogewinn verbesserte sich leicht von 2,68 auf 2,69 Millionen Euro.

Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte 2G. Das Unternehmen erwartet 2024 einen Umsatz in der Spanne von 360 bis 390 Millionen Euro. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) soll bei 8,5 bis 10,0 Prozent liegen.

Die 2G-Aktie ist im Tradegate-Handel 1 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 20,60 Euro (Stand: 5.9.2024, 9:33 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 5,6 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 20,2 Prozent an Wert eingebüßt.

ECOreporter schätzt die Aussichten von 2G langfristig als gut ein. Das Unternehmen ist in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern tätig und hat kaum Schulden.

Anlegerinnen und Anleger sollten für ein Investment allerdings Geduld mitbringen und mit höheren Kursschwankungen leben können. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 für 2024 und 11 für 2025 ist die Aktie weiterhin nicht hoch bewertet. Auf fünf Jahre betrachtet ist der Kurs um 150 Prozent gestiegen. Bei entsprechendem Risikobewusstsein ist ein Einstieg nach Ansicht der Redaktion weiterhin möglich.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Wärmepumpen-Aktien: Investieren in die Energiewende?

2G Energy AG: ISIN DE000A0HL8N9 / WKN A0HL8N

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