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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
7C Solarparken erzielt weniger Gewinn
Niedrigere Verkaufspreise für Strom und schlechtes Wetter haben dem Bayreuther Solarparkbetreiber 7C Solarparken in den ersten drei Quartalen 2024 zugesetzt. Hinzu kommt der Ärger um eine Wertminderung bei einem Projekt. Das Unternehmen sieht aber auch Grund für Optimismus.
Der Umsatz sank nach vorläufigen Zahlen zwischen Januar und September im Jahresvergleich um knapp 10 Prozent auf 55 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab um 21 Prozent auf 44 Millionen Euro nach. In den ersten neun Monaten 2023 hatte 7C Solarparken noch von hohen Strompreisen im Zuge des Ukraine-Kriegs profitiert. Nettozahlen für die ersten drei Quartale 2024 teilte das Unternehmen zunächst nicht mit.
Ärger um Wertminderung bei Projekt
Der durchschnittliche Marktpreis für Solarstrom fiel laut 7C Solarparken von 73 Euro je Megawattstunde (Euro/MWh) im Vergleichszeitraum auf 43 Euro/MWh in den ersten neun Monaten 2024. Darüber hinaus wirkten sich auch die Wetterbedingungen negativ auf die Ergebnisse aus, der bundesweite spezifische Ertrag für alle deutschen Solaranlagen lag demnach 8 Prozent unter dem langfristigen Durchschnitt. Die Stromproduktion blieb stabil bei 329 Gigawattstunden (GWh), 2023 hatte 7C Solarparken im gleichen Zeitraum 331 GWh Strom produziert.
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Neben Negativeffekten aus geringeren Strompreisen und einer schwachen Sonneneinstrahlung verzeichnete der Konzern im zweiten Quartal auch einen Forderungsverlust in Höhe von 5,4 Millionen Euro. Dieser steht im Zusammenhang mit der Wertminderung einer Darlehensforderung aus dem Solarprojekt Reuden Süd in Sachsen-Anhalt. Die Wertminderung ist laut Unternehmen durch eine Vertragsverletzung des Entwicklers und Verkäufers der Anlage entstanden. Mehr dazu lesen Sie hier.
"Natürlich können wir angesichts des berichteten EBITDA nicht euphorisch sein, insbesondere im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch ist der Einbruch des EBITDA fast vollständig auf die einmalige Wertminderung der Forderung gegenüber Reuden Süd zurückzuführen. Wir verfolgen derzeit alle rechtlichen Möglichkeiten, um einen Teil der verlorenen Investition zurückzuerhalten", erklärte 7C-Solarparken-Chef Steven De Proost. "Darüber hinaus sehen wir – bei voller Kooperation aller anderen Projektbeteiligten – immer noch eine Chance, Lösungen zu finden, um das Projekt bis Ende 2025 an das Stromnetz anzuschließen."
7C Solarparken sieht auch positive Entwicklungen: So konnte der Konzern trotz des insgesamt negativen Marktumfelds den durchschnittlichen Stromeinspeisepreis von 158 Euro/MWh im zweiten Quartal auf 170 Euro/MWh im dritten Quartal erhöhen. Grund dafür sind vor allem langfristige Stromabnahmeverträge. Der Großteil des EBITDA stärkte laut 7C Solarparken zudem die Konzernbilanz, die Nettoverschuldung sank von 133 Millionen Euro am 31. Dezember 2023 auf 111 Millionen Euro.
Für 2025 geht der Vorstand weiter von "einer Rückkehr zu normalen Finanzkennzahlen" aus, mit einem EBITDA von 54 Millionen Euro. Bereits nach dem ersten Halbjahr hatte 7C mitgeteilt, in diesem Jahr keine Dividende zu zahlen, da der Cashflow je Aktie mit 0,43 Euro unter der für eine Ausschüttung nötigen Schwelle von 0,50 Euro je Aktie liege.
Im Fokus des Konzerns stehe nun die Sicherung des Cashflows, etwa durch neue Stromabnahmeverträge und die Verbesserung der technischen Leistung von Anlagen, so De Proost. Auch will 7C Solarparken weiterhin seinen Anlagenbestand ausbauen, "wenn das Risiko-Ertrags-Verhältnis stimmt". Die ursprünglichen Ausbaupläne für den Anlagenbestand hatte das Unternehmen ebenfalls nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres aufgegeben.
Aktienkurs seit 2022 im Sinkflug
Außerdem plant 7C Solarparken laut De Proost, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Dieses soll beschlossen sein, sobald ein im ersten Quartal 2025 auslaufender Schuldschein in Höhe von 21 Millionen Euro zurückgezahlt oder refinanziert ist.
An der Börse wurden die Zahlen von 7C Solarparken gut aufgenommen. Die Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,4 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 1,92 Euro (Stand: 26.11.2024, 12:02 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 4,7 Prozent im Minus, in den vergangenen zwölf Monaten büßte sie 44,2 Prozent ein.
Für den Kurs von 7C Solarparken geht es bereits seit 2022 abwärts, in diesem Jahr hat sich der Absturz der Aktie noch einmal beschleunigt. Auf fünf Jahre betrachtet hat sie 43 Prozent an Wert verloren. Im Juli veröffentlichte 7C Solarparken eine Gewinnwarnung, das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt bei hohen 39. Für defensive Anlegerinnen und Anleger ist die Aktie aktuell kein passendes Investment, zumal nun auch die bislang attraktive Dividende ausfällt.
7C Solarparken AG: ISIN DE000A11QW68 / WKN A11QW6
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