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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
ABO Wind schließt Stromlieferverträge mit US-Konzern ab
Der Wiesbadener Erneuerbare-Energien-Projektentwickler ABO Wind hat mit einem großen US-amerikanischen Technologieunternehmen Stromabnahmeverträge für ein Wind- und ein Solarenergieprojekt abgeschlossen. Den Namen des Kunden nannte der ECOreporter-Aktien-Favorit nicht.
Die Abnahmeverträge (sogenannte Power Purchase Agreements, PPAs) beziehen sich nach Angaben des Unternehmens auf die gesamte Stromproduktion eines finnischen Windparks sowie eines Solarparks in Zentralspanien. Den Windpark errichtet ABO Wind derzeit in der Region Kainuu in Nordfinnland. Er besteht aus fünf Vestas-Turbinen mit einer Gesamtnennleistung von 30 Megawatt (MW). Das Solarprojekt mit dem Namen Valdezorita entsteht in der spanischen Provinz Guadalajara und hat eine Leistung von 50 Megawattpeak (MWp).
Streit um Änderung der Rechtsform
"Von Windenergie in Nordfinnland bis zu Solarenergie in Spanien: Diese beiden PPAs zeigen die Bandbreite unseres Erfolgs in verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Technologien", erklärte ABO Wind-Geschäftsführer Jochen Starke. "Es handelt sich um Standorte mit hervorragenden Windverhältnissen und hoher Sonneneinstrahlung. Wir freuen uns, dass wir für diese beiden Projekte einen namhaften Stromabnehmer gefunden haben, der sich für den Ausbau Erneuerbarer Energien einsetzt."
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ABO Wind hat beide Projekte als sogenannte Greenfield-Projekte entwickelt, also "auf der grünen Wiese" und damit von Grund auf neu, ohne bestehende Strukturen zu nutzen. Die Parks sollen schlüsselfertig errichtet werden.
Der prognostizierte Ertrag liegt ABO Wind zufolge bei je rund 100 Gigawattstunden pro Jahr. Die PPAs gelten für 100 Prozent des erzeugten Stroms über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Inbetriebnahme des finnischen Windparks ist für Februar 2024 geplant, die des spanischen Solarparks für Mitte 2025. Der Verkauf der beiden Projekte werde derzeit mit interessierten Investoren verhandelt.
"Wir entwickeln und errichten eine wachsende Zahl an Projekten in unseren 16 Märkten ohne staatlich garantierte Vergütung", so Geschäftsführer Starke. "Unsere spezialisierte PPA-Abteilung arbeitet eng mit unseren Entwicklungs- und Finanzierungsteams zusammen, um auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Verträge abzuschließen."
Ist die Aktie nach den Verlusten jetzt günstig?
Die ABO Wind-Aktie ist im Handel an der Börse Frankfurt aktuell 0,8 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 40,40 Euro (Stand: 12.12.2023, 8:00 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 9 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 37,5 Prozent an Wert verloren.
Bei ABO Wind gibt es aktuell Streit um die geplante Änderung der Rechtsform. Die Firmengründer Jochen Ahn und Matthias Bockholt wollen das Unternehmen von einer AG in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umwandeln, eine außerordentliche Hauptversammlung hat dem Ende Oktober zugestimmt. Aktionäre haben allerdings eine Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse erhoben. Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier.
Vermutlich auch wegen der geplanten Rechtsformänderung verliert die lange teure Aktie seit Februar kontinuierlich an Wert. Eine Trendwende ist bislang nicht erkennbar. Die Geschäfte des Unternehmens laufen allerdings ordentlich: In der ersten Jahreshälfte erzielte ABO Wind etwas weniger Gewinn, geht aber weiterhin davon aus, seine Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.
Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 für 2023 ist das Papier nach Einschätzung von ECOreporter inzwischen vertretbar bewertet. Für Anlegerinnen und Anleger mit einem langen Investitionshorizont bieten sich Einstiegsgelegenheiten.
ABO Wind ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.
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ABO Wind AG: ISIN DE0005760029 / WKN 576002