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Anleihen / AIF, Crowd-Investment, ECOanlagecheck, Windenergie-Investments, Solarenergie-Investments
Analyse: Green Bond 2025 der GLS Energie AG – überzeugt die Anleihe der GLS Bank-Tochter?
Die GLS Energie AG ist an mehreren Wind- und Solarparks in Deutschland beteiligt. Die Tochter der GLS Bank will weitere grüne Energieprojekte kaufen und auch ihre Tätigkeiten im Bereich Projektentwicklung ausbauen. Um diese Vorhaben teilweise zu finanzieren, bietet das Unternehmen eine Anleihe an. Der Green Bond 2025 bietet einen Zinssatz von 5,0 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von sieben Jahren, ein Einstieg ist ab 1.000 Euro möglich. ECOreporter hat das Angebot ausführlich analysiert.
Beim Green Bond 2025 der GLS Energie AG aus Bochum (Emittentin) handelt es sich um Inhaber-Schuldverschreibungen, für die es ein öffentliches Angebot und eine Privatplatzierung gibt. Das Emissionsvolumen der Anleihe beträgt zunächst bis zu 15 Millionen Euro, kann laut Prospekt aber bei entsprechender Nachfrage auf ein unbestimmtes Volumen aufgestockt werden.
Eine Zeichnung des Angebotes ist über die GLS Bank und über die Plattform GLS Crowd möglich. Die Emittentin kann den Green Bond nach ihrer Wahl vorzeitig kündigen, erstmals zum 15. Januar 2030. Beschränkungen für die freie Übertragbarkeit der Schuldverschreibungen bestehen nicht. Einen Börsenhandel der Anleihe plant die Emittentin aber nicht.
Beteiligungen an mehreren Wind- und Solarparks
Zum Zeitpunkt des Wertpapierprospektes (14. Januar 2025) hält die Emittentin Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen an fünf Windparkgesellschaften, die insgesamt mehr als 50 Windkraftanlagen betreiben. Zudem besitzt die GLS Energie AG sechs Solarparkgesellschaften und betreibt zwei Solarparks selbst. Eine Projektpipeline ist vorhanden. Auch mehrere Repowering-Projekte der Emittentin im Bereich Windenergie sind laut Prospekt bereits in so fortgeschrittenem Stadium, dass zeitnah Genehmigungen erwartet werden und mit deren Umsetzung begonnen werden könne.
Welche Auswirkungen hat der Strategiewechsel der GLS Energie AG? Wie abhängig ist die Emittentin von anderen Unternehmen des GLS Bank-Konzerns? Was fällt bei den Wind- und Solaranlagen der GLS Energie-Gruppe auf und stellt eine Schwäche dar? Welche anderen Schwächen und Risiken, aber auch Stärken und Chancen gibt es bei der GLS Energie AG? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie das ECOreporter-Fazit erhalten Sie im ausführlichen ECOanlagecheck im Premium-Bereich.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Unternehmensprofil
Die GLS Energie AG, Emittentin des Green Bond 2025, wurde 2003 von der GLS Gemeinschaftsbank e.G. gegründet. Die GLS Bank ist auch Alleinaktionärin der Emittentin.
Die GLS Bank mit Hauptstelle in Bochum wurde bereits 1974 in der Rechtsform einer Genossenschaft gegründet. Die renommierte Nachhaltigkeitsbank hat 130.000 Mitglieder, 366.000 Kundinnen und Kunden und verwaltet Kundeneinlagen von rund 8,2 Milliarden Euro (Stand: 31. Dezember 2023). Die Bank investiert gemäß den Angaben in ihrem Lagebericht vom 22. März 2024 in die Branchen Erneuerbare Energien, Ernährung, Bildung und Kultur, Wohnen, Soziales und Gesundheit sowie die nachhaltige Wirtschaft. In ihren Anlage- und Finanzierungsgrundsätzen hat die GLS Bank Nachhaltigkeitskriterien festgelegt, die ihr als Entscheidungsgrundlage für ihr Anlage- und Kreditgeschäft dienen. Die Bank hat auch grüne Investmentfonds auf den Markt gebracht, die das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel tragen, etwa den GLS Bank Aktienfonds, den GLS Bank Klimafonds und den Kinder Perspektivenfonds.
Beim GLS Bank-Konzern waren zum 31. Dezember 2023 938 Menschen beschäftigt, davon 847 bei der Bank, 24 bei der GLS Beteiligungsaktiengesellschaft und keine bei der GLS Energie AG. Mit der Führung der operativen Geschäfte der Anleihe-Emittentin und ihrer Beteiligungsgesellschaften wird laut Prospekt in der Regel die GLS Beteiligungs AG, ebenfalls eine vollständige Tochter der GLS Bank, durch Abschluss entsprechender Dienstleistungsverträge beauftragt. Die GLS Beteiligungs AG hat laut Prospekt langjährige Erfahrung in den Bereichen Planung und Finanzierung sowie dem Betrieb von Wind- und Solarparks.
Die Emittentin fungiert laut Prospekt schwerpunktmäßig als Holdinggesellschaft, die Beteiligungen an Wind- und Solarparkgesellschaften erwirbt und hält. Zum Zeitpunkt dieses Prospektes hält die GLS Energie AG Beteiligungen an fünf Windparkgesellschaften sowie sechs Solarparkgesellschaften und betreibt zwei Solarparks als Betriebsstätte selbst. Bei den Windparks handelt es sich um vier Mehrheits- und eine Minderheitsbeteiligung. Drei der fünf Windparkgesellschaften betreiben Anlagen, die schon mehr als 20 Jahre in Betrieb sind. Die Solarparks von fünf der sechs Solargesellschaften sowie die beiden eigenen Solaranlagen der Emittentin sind bereits vor 2012 in Betrieb gegangen. Bei den Solarparks im Bestand hat die Emittentin bisher keine Mitgesellschafter.
Strategie

Die neue Anleihe kommt von einer hundertprozentigen Tochter der Bochumer GLS Bank. / Foto: GLS Bank
Die GLS Energie AG hat laut Prospekt in der jüngeren Vergangenheit begonnen, in Wind- und Solarparkprojekte einzusteigen, die noch nicht errichtet sind, sondern sich noch in der Entwicklungs- oder Realisierungsphase befinden. Die Emittentin plant, diese Entwicklungstätigkeiten auszubauen. Hierzu zählt laut Prospekt, neue Standorte zu identifizieren und Projekte von der Akquise über die Entwicklung bis hin zur schlüsselfertigen Errichtung von Erneuerbare-Energien-Anlagen voranzutreiben. Zudem sieht die Emittentin Chancen in der Modernisierung älterer Anlagen oder dem Austausch älterer Anlagen (Repowering). Beim Repowering-Projekt GLS Windpark Willebadessen, der im Jahr 2022 in Betrieb genommen wurde, hat die Emittentin erstmals die Rolle als Generalübernehmerin eingenommen.
Die unternehmerische Strategie der Emittentin lag bislang auf langfristigen Investitionen in Wind- und Solarparkbetreibergesellschaften, um durch das Halten der Beteiligungen an den laufenden Erlösen aus der Energieerzeugung zu partizipieren. In den letzten 15 Jahren hat die Emittentin nach eigenen Angaben keine wesentlichen Beteiligungen verkauft. Mit Blick auf die erfolgte Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf den Bereich Projektentwicklung und -realisierung plant das Unternehmen laut Prospekt, künftig auch aus dem Verkauf von Projekten Erlöse zu generieren, die in den Ausbau der Geschäftstätigkeit investiert sowie zur Rückführung von Fremdfinanzierungen eingesetzt werden können.
Die GLS Energie AG und ihre Tochtergesellschaften fokussieren sich laut Prospekt auf Investitionen in Windparks an Land und Solarparks. Eine Ausweitung in verwandte Technologien und Infrastrukturprojekte wie Speicher, Umspannwerke oder Stromnetze sei möglich. Die Emittentin ist bislang nur in Deutschland tätig. Eine künftige Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf das europäische Ausland ist laut Prospekt nicht ausgeschlossen, wobei es nach Aussage der Emittentin aktuell keine Pläne dazu gibt.
Finanzierung
Die GLS Energie AG wird in den Konzernabschluss ihrer Mutter GLS Bank einbezogen. Für die Gruppe der Emittentin (GLS Energie-Gruppe) wurde noch kein Konzernabschluss veröffentlicht. Die Emittentin hat laut Prospekt seit dem Datum des geprüften Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 keine Quartals- oder Halbjahresfinanzinformationen oder sonstige Zwischenfinanzinformationen veröffentlicht. Sie hat zudem keine alternativen Leistungskennzahlen veröffentlicht.
Im Lagebericht vom 19. März 2024 des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 erklärt die Emittentin, dass der Geschäftsverlauf 2023 bei einem überdurchschnittlichen Wind- und Sonnenangebot insgesamt sehr zufriedenstellend war. Neben den guten Ergebnissen aus der Stromproduktion konnten die Wind- und Solarpark-Beteiligungsgesellschaften der Emittentin von dem Preisniveau für Strom profitieren. Im Finanzergebnis hat die Emittentin für 2023 Erträge aus Beteiligungen von rund 2,9 Millionen Euro (2022: rund 2,8 Millionen Euro) verbucht. Durch den 2023 erwirtschafteten Jahresüberschuss von rund 1,6 Millionen Euro konnte das Unternehmen einen Bilanzgewinn von rund 1,2 Millionen Euro zum 31. Dezember 2023 ausweisen.
Die Finanzierung der Tätigkeit der GLS Energie-Gruppe erfolgt aus einer Kombination von Eigenmitteln und Fremdkapital. Die Emittentin hat laut Prospekt derzeit Darlehensverbindlichkeiten gegenüber ihrer Muttergesellschaft von rund 9 Millionen Euro. Neben der Platzierung des Green Bond 2025 plant die Emittentin, eine Bankenfinanzierung über bis zu 25 Millionen Euro aufzunehmen. Diese Bankenfinanzierung soll laut Prospekt unbesichert sein und im gleichen Rang mit der Anleihe stehen. In der Regel bestehen aber auf Ebene der Projektgesellschaften, die Wind- oder Solarparks betreiben, besicherte Bankenfinanzierungen.
Die Emittentin stellt ihren Beteiligungsgesellschaften laut Prospekt häufig auf verschiedene Weise Kapital zur Verfügung. Dies könne durch Einbringung als Eigenkapital, im Rahmen eigenkapitalähnlicher Finanzinstrumente (Mezzanine) oder auch als Gesellschafterdarlehen erfolgen. Auch der Emissionserlös des Green Bond 2025 soll nach Angaben der Emittentin zu einem nicht unerheblichen Teil auf diese Weise zur Finanzierung von Beteiligungsgesellschaften der Emittentin verwendet werden.
Investitionen

Mit dem Green Bond 2025 sollen unter anderem alte Windräder durch neue, leistungsstärkere ersetzt werden. / Foto: GLS Bank, Fotographie Münnich
Bei einer Platzierung der Anleihe von 15 Millionen Euro schätzt die GLS Energie AG die Kosten der Anleiheemission auf rund 975.000 Euro, das entspricht 6,5 Prozent des Emissionsvolumens. In dem Fall beträgt der Nettoemissionserlös 14,025 Millionen Euro.
Die Emittentin beabsichtigt laut Prospekt, den Nettoemissionserlös als Bestandteil der Gesamtfinanzierung für das weitere Wachstum der GLS Energie-Gruppe zu verwenden. Hierzu zählen den Angaben nach sowohl Projektentwicklungen als auch die Errichtung und/oder der Kauf von Wind- und Solarparks sowie die Durchführung von Repowering-Vorhaben.
Die Verwendung der Nettoemissionserlöse erfolgt dabei entweder direkt durch die Emittentin oder über eine ihrer Tochtergesellschaften, die für bestimmte Projekte gegründet bzw. erworben wird bzw. wurde. Sowohl fortgeschrittene Projektentwicklungen als auch genehmigungsreife Projekte und eine Pipeline an Kaufprojekten sind laut Prospekt vorhanden. Zum Zeitpunkt der Anleiheemission stehe aber noch nicht fest, welche konkreten Vorhaben aus dem Wind- und Solarbereich die Emittentin damit finanzieren wird.
Dem Prospekt sind einzelne Projekte zu entnehmen, an denen die Emittentin arbeitet. So ist derzeit ein zweiter Abschnitt des Repowering-Projekts GLS Windpark Willebadessen mit bis zu drei Windenergieanlagen in Vorbereitung. Die Genehmigung für die drei Vestas-Anlagen mit jeweils 4,2 Megawatt (MW) Nennleistung wurde durch den Kreis Höxter am 23. Dezember 2024 erteilt. Mehrere Repowering-Projekte der Emittentin im Bereich Windenergie sind nach Prospektangaben bereits in so fortgeschrittenem Stadium, dass zeitnah Genehmigungen erwartet werden und mit deren Umsetzung begonnen werden könne.
Nach Einschätzung der Emittentin könnten auch Repowerings von Solarparks durchgeführt werden. Zudem hat das Unternehmen laut Prospekt zur Erweiterung seines Portfolios am 18. Dezember 2024 einen Kaufvertrag zur Übernahme eines bestehenden Solarparks in der Nähe von Freiberg/Sachsen unterzeichnet. Der Solarpark wurde bereits im Jahr 2010 in Betrieb genommen und hat eine Nennleistung von ca. 5,7 Megawattpeak (MWp).
Ökologische Wirkung
Die Verwendung des Nettoemissionserlöses der Anleihe soll im Einklang mit dem von der Emittentin im Dezember 2024 aufgestellten „Green Bond Framework der GLS Energie AG“ erfolgen. Dieses Rahmenwerk basiert auf den Green Bond Principles. Die Emittentin hat sich durch das Rahmenwerk dazu verpflichtet, einmal jährlich bis zur vollständigen Rückzahlung der Schuldverschreibungen über die Mittelverwendung und den Nachhaltigkeitsnutzen zu berichten.
Die Research- und Ratingagentur EthiFinance GmbH (vormals: imug rating GmbH) hat am 14. Januar 2025 ein Zweitgutachten zu der Anleihe abgegeben (eine sogenannte Second Party Opinion). Konkret vertritt EthiFinance in dem Gutachten die Meinung, dass jeweils eine vollständige Übereinstimmung des Rahmenwerks mit den Green Bond Principles bei den Punkten Verwendung der Erlöse, Projektbewertung und -auswahl, Management der Erlöse und Berichterstattung vorliegt.
Der Nettoerlös aus der Anleiheemission soll unter anderem die Projektentwicklungen und die Bauzeiten von Wind- und Solarparks finanzieren. Durch den Betrieb der Parks bzw. durch die Veräußerung der Projekte an Investoren soll das eingesetzte Kapital dann wieder an die Emittentin zurückfließen, sodass weitere Projektentwicklungen und Bauzeiten finanziert werden können. Daher ist es möglich, dass das Anleihekapital im Erfolgsfall während der Anleihelaufzeit mehr als einmal Projekte mit einer deutlich positiven ökologischen Wirkung finanziert.
Risiken
Die GLS Energie AG plant, ihre Finanzierungstätigkeiten im Bereich Projektentwicklung auszubauen. Insbesondere in frühen Projektentwicklungsphasen kann ein hohes Risiko bestehen, dass Projekte sich deutlich verzögern oder scheitern. Aber auch in späteren Entwicklungs- und in Bauphasen, in denen in der Regel bereits hohe Kosten angefallen sind, können Projekte noch scheitern. Es ist auch möglich, dass bereits zur Baureife entwickelte Projekte nicht mehr wirtschaftlich realisiert werden können, weil zwischenzeitlich die Anlagen-, Bau- und Finanzierungskosten gestiegen sind und/oder der Strommarktpreis gesunken ist.
Die GLS Energie-Gruppe betreibt langfristig (oder gegebenenfalls auch nur temporär) Wind- und Solarparks. Die Erlöse können abhängig von Wind- bzw. Sonnenangebot und der technischen Verfügbarkeit der Anlagen jährlichen Schwankungen unterliegen und die Prognosewerte nicht erreichen. Zudem kann unter anderem nicht ausgeschlossen werden, dass hohe Reparaturkosten anfallen, gesetzliche Einspeisevergütungen rückwirkend gekürzt oder private Stromabnehmer (Kunden aus Power Purchase Agreements) zahlungsunfähig werden. Die Emittentin ist mit ihrer Gruppe bislang nur in Deutschland tätig, weshalb sie entsprechend stark von der Entwicklung der Rahmenbedingungen in Deutschland abhängig ist.
Die Emittentin hat laut Prospekt erstmals bei der GLS Windpark Willebadessen GmbH & Co. KG auf Basis eines Generalübernehmervertrags die Verpflichtung übernommen, den Windpark für den Betreiber schlüsselfertig zu errichten, und plant, dies auch künftig bei weiteren Projekten zu übernehmen. Es ist daher möglich, dass die Emittentin künftig in deutlich höherem Umfang als bisher Projektentwicklungs-, Genehmigungs-, Bau- und Fertigstellungsrisiken (mit)trägt.
Die Emittentin hat keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zur Erfüllung des Generalübernehmervertrags wie auch jeglicher anderer (Dienstleistungs-)Verträge bedient sich das Unternehmen laut Prospekt der GLS Beteiligungs AG und anderer Dienstleister und technischer Partner. Daher ist die Emittentin stark abhängig von anderen Firmen. Hinsichtlich der Vertragsbeziehungen der Emittentin zu der GLS Beteiligungs AG und der gemeinsamen Muttergesellschaft GLS Bank, die auch Kreditgeberin der Emittentin ist, besteht ein Potenzial für Interessenskonflikte. Für Anlegerinnen und Anleger besteht das Risiko, dass Zins- und Rückzahlungen der Anleihe verzögert, nur teilweise oder nicht erfolgen.
Stärken
- GLS Energie AG mit über 20 Jahren Erfahrung
- Renommierte Mutter GLS Bank mit Markt- und Projektezugang
- Gruppe der Emittentin mit Eigenbestand an Wind- und Solarparks
- Höhere Margen als Projektentwickler und Generalübernehmer möglich
Schwächen
- Projektentwicklungs- und Baurisiken in voraussichtlich steigendem Umfang
- Anlagen im Eigenbestand derzeit überwiegend alt
- Kein Börsenhandel der Anleihe geplant
Fazit
Finanziell
Die GLS Energie AG plant, ihr Beteiligungsgeschäft durch den Zukauf von Wind- und Solarparkprojekten deutlich auszubauen. Zudem will sie künftig früher in Projekte einsteigen, als Generalübernehmerin auftreten und Projekte nicht nur im Eigenbestand halten, sondern auch verkaufen. Mit dieser Strategieänderung sind höhere Gewinnmargen für die Emittentin möglich, aber auch höhere Risiken zu erwarten. Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Emittentin laut ihrem Einzelabschluss erfolgreich. Zwischenfinanzinformationen zu ihrem Geschäftsjahr 2024 hat die Emittentin nach Prospektangaben noch nicht veröffentlicht.
Nachhaltigkeit
Das Kapital des Green Bond 2025 soll in Wind- und Solarparks investiert werden, die eine positive ökologische Wirkung haben. Da die GLS Energie AG plant, künftig verstärkt auch die Entwicklung und den Bau von Wind- und Solarprojekten zu finanzieren, ist künftig eine weiter steigende positive Nachhaltigkeitswirkung des Anleihekapitals möglich.
ECOreporter-Empfehlung
Die Gruppe der GLS Energie AG hat den Vorteil, dass sie durch den Eigenbestand an Wind- und Solarparks über relativ kontinuierliche Einnahmen verfügt. Künftig werden für die Emittentin die Projektentwicklungs- und Baurisiken voraussichtlich erheblich steigen. Daher ist es aus Sicht der Anlegerinnen und Anleger wichtig, dass die GLS Energie-Gruppe wie geplant ihren Eigenbestand deutlich ausbaut, um einen Stabilitätspuffer zu erhalten. Wenn das gelingt, kann das Zins/Risiko-Verhältnis des Green Bond 2025 nach Einschätzung von ECOreporter als marktgerecht gelten.
Basisdaten
Anbieterin und Emittentin: GLS Energie AG, Bochum
Anlageform: Anleihe (Inhaber-Schuldverschreibungen)
Emissionsvolumen: 15 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 1.000 Euro
Laufzeit: 15. Januar 2025 bis zum 15. Januar 2032
Zinssatz: 5,0 Prozent pro Jahr
Prospektbilligung: CSSF (luxemburgische Wertpapieraufsichtsbehörde)
Handelbarkeit: kein Börsenhandel geplant
ISIN: DE000A4DE1S2
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