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Autovermieter Sixt entfernt Tesla-Fahrzeuge aus der Flotte
Der Autovermieter Sixt aus dem bayrischen Pullach hat angekündigt, sich von den Elektroautos des US-Herstellers Tesla in seiner Flotte trennen zu wollen. Das Unternehmen hatte die Tesla-Baureihen Model 3 und Model Y erst im letzten Jahr in sein Sortiment aufgenommen.
„Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir derzeit keine weiteren Tesla-Fahrzeuge anschaffen. Darüber hinaus bauen wir unseren Bestand an Tesla-Fahrzeugen in unserer Mietwagen-Aboflotte aktuell ab“, zitiert das Nachrichtenportal Focus Online aus einer E-Mail von Sixt an Kunden.
Tesla-Rabatte schmälern Restwert
Man bedauere diese Entscheidung, da viele Kunden das Angebot genutzt hätten, um Elektromobilität und Tesla auszuprobieren, heißt es weiter. Grund für den Schritt sei vor allem der geringe Restwert der Fahrzeuge.
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Bei Tesla sei der Wiederverkaufswert durch die hohen Rabatte des Konzerns "besonders deutlich" unter Druck geraten, so der Autovermieter. Elektroautos seien unter anderem durch höhere Reparaturkosten ohnehin teurer im Unterhalt. Die Haltekosten für die Tesla-Fahrzeuge seien deshalb zu hoch.
Tesla hat seine Preise deutlich gesenkt, um den Absatz anzukurbeln, und nimmt dafür auch niedrigere Gewinne in Kauf. Der Konzern kämpft mit einer niedrigeren Nachfrage und zunehmendem Konkurrenzdruck.
Sixt will bis zum Ende des Jahrzehnts 70 bis 90 Prozent seiner Flotte auf Elektroautos umstellen. Dazu hat das Unternehmen unter anderem mit dem chinesischen Hersteller BYD einen Großauftrag vereinbart. Weitere E-Autos stammen von BMW, Peugeot, MG und Nio.
Die Tesla-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 216,00 Euro (Stand: 5.12.2023, 10:02 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie um 6 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 24,1 Prozent an Wert gewonnen.
Nach Einschätzung von ECOreporter ist die Tesla-Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von mehr als 90 für 2023 deutlich zu teuer für einen Kauf. Die hohe Bewertung liegt auch daran, dass das Unternehmen an der Börse eher als Technologie-Konzern denn als Autobauer behandelt wird – eine diskussionswürdige Einstufung.
Tesla-Chef Musk als Nachhaltigkeitsrisiko
Zudem macht Tesla-Chef Elon Musk ein Investment in die Aktie zunehmend zur Gewissensfrage. Der positive Beitrag des Elektroautokonzerns zur Klimawende trifft dabei auf Musks offenbar wenig nachhaltige Weltanschauung. Der Milliardär stimmte auf seiner Plattform X (ehemals Twitter) etwa einem antisemitischen Beitrag zu. Zudem haben sich Werbekunden von der Plattform abgewandt, weil ihre Werbung neben nationalsozialistischen Propaganda-Beiträgen platziert wurde. Musk bezeichnete die Unternehmen daraufhin als "größte Unterdrücker der Meinungsfreiheit".
Bei welchen E-Auto-Aktien sich derzeit eher ein Kauf anbieten kann, erfahren Sie in unserem Dossier Tesla, BYD, Nio, Polestar: 10 Elektroauto-Aktien im Crash-Test.
Tesla Inc.: ISIN US88160R1014 / WKN A1CX3T