In Japan und Europa steht bei börsennotierten Bahnkonzernen der Personenverkehr im Vordergrund. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Bahnaktien aus Europa und Japan: Wo sich der Einstieg in die grüne Schiene lohnt

Bahnfahren gilt als klimafreundlich – doch sind auch die Aktien der Bahnbetreiber eine nachhaltige Investition? ECOreporter hat fünf börsennotierte Konzerne aus Europa und Japan untersucht und zeigt, wo sich aktuell Chancen bieten und wo ein Investment zu riskant erscheint. Außerdem erklärt die Redaktion, worauf es bei der Nachhaltigkeit der Unternehmen ankommt.

Rund 345 Milliarden Euro sollen innerhalb der EU bis 2040 in Hochgeschwindigkeitsstrecken für Züge fließen. Das Geld soll aus nationalen Haushalten, EU-Fördermitteln und privaten Investitionen kommen. Auch in Japan investieren Bahnbetreiber Milliarden in neue Strecken, moderne Züge und ihre Bahnhöfe. Für Anlegerinnen und Anleger stellt sich allerdings die Frage, welche Unternehmen von mehr Fahrgästen und neuen Verbindungen profitieren – und bei welchen Firmen die hohen Kosten die Gewinne drücken.

Viele Konzerne sind nicht an der Börse

Nachdem im ersten Teil unseres Überblicks Bahnkonzerne aus Nordamerika im Fokus standen, geht es im zweiten Teil nun um Bahnbetreiber aus Europa und Japan. Während in den USA und Kanada der Güterverkehr das Geschäft der großen Bahnkonzerne prägt, stehen bei den Unternehmen aus Europa und Japan vor allem Reisende im Mittelpunkt.

Folgende fünf Aktien hat sich ECOreporter für diesen Überblick angeschaut:

  • FirstGroup
  • Getlink
  • Central Japan Railway
  • East Japan Railway
  • West Japan Railway

Warum nur fünf? In Europa sind viele große Bahngesellschaften in Staatsbesitz oder gehören zu nicht börsennotierten Konzernen. In Japan wurde die frühere Staatsbahn 1987 aufgeteilt und privatisiert, die drei Konzerne in unserem Überblick sind die größten, die daraus hervorgingen – und anders als etwa die Deutsche Bahn auch an der Börse vertreten. Central, East und West Japan Railway haben teils ganze Ökosysteme rund um das Bahnnetz aufgebaut und besitzen etwa auch die Bahnhöfe samt Einkaufszentren und Hotels.

Was bei der Nachhaltigkeit wichtig sind

In puncto Nachhaltigkeit ist die Situation beim Personenverkehr grundsätzlich ähnlich wie beim Gütertransport: Züge können Menschen genauso wie Waren deutlich klimafreundlicher transportieren. Untersuchungen europäischer und japanischer Behörden zeigen, dass die Bahn pro beförderter Person bis zu über 80 Prozent weniger Treibhausgase verursacht als der Pkw oder das Flugzeug. In Europa und Japan ist zudem ein großer Teil des Bahnverkehrs elektrifiziert.

Ebenso wie bei den Güterkonzernen sind aber auch noch andere Themen zu beachten, wenn es um die Bewertung der Nachhaltigkeit geht: Entscheidend ist unter anderem, wie die Konzerne ihren Energieverbrauch und ihre Emissionen senken, welche Rolle fossile Energieträger in ihrem Geschäft spielen und wie sie mit den Auswirkungen großer Infrastrukturprojekte umgehen. ECOreporter berücksichtigt deshalb neben den Klimabilanzen auch mögliche Kontroversen und die Nachhaltigkeitsstrategien der einzelnen Unternehmen.

Lesen Sie im Premium-Bereich, bei welchen Bahnbetreibern aus Europa und Japan ECOreporter aktuell Chancen sieht. Außerdem erfahren Sie, welche wirtschaftlichen Risiken die Unternehmen tragen und was sie für einen nachhaltigeren Betrieb tun.

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