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Bahnzulieferer Vossloh macht gute Geschäfte
Der Schienen- und Verkehrstechnikkonzern Vossloh verzeichnete im zweiten Quartal 2025 erneut eine starke Nachfrage. Das Unternehmen aus dem sauerländischen Werdohl steigerte seinen Umsatz und sieht sich auf einem guten Weg, seine Jahresziele zu erreichen. Für die Aktie geht es bereits seit Monaten steil aufwärts.
Zwischen April und Juni verzeichnete Vossloh einen Umsatzanstieg um knapp 4 Prozent zum Vorjahr auf 332 Millionen Euro. Der Auftragseingang erreichte mit rund 624 Millionen Euro zwar nicht den Rekordwert des Vorjahres von 770 Millionen Euro, das war aber auch so erwartet worden.
Mehr Gewinn im Tagesgeschäft
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im zweiten Quartal um 19 Prozent auf 38 Millionen Euro und übertraf damit das hohe Niveau des Vorjahres noch einmal. Der Nettogewinn sank um 6 Prozent auf 28 Millionen Euro, vor allem wegen Sondereffekten durch Zinsaufwendungen.
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Auch im ersten Halbjahr steigerte Vossloh den Umsatz um 4 Prozent auf 583 Millionen Euro. Besonders gut liefen die Geschäfte in Osteuropa. Der Gewinn blieb 13 Prozent hinter dem starken Vorjahr zurück. Bessere Ergebnisse sollen im weiteren Jahresverlauf besonders die steigenden Auslieferungen im Chinageschäft bringen.
"Wir sind auf Kurs, um unsere Wachstumsziele für das Gesamtjahr 2025 zu erreichen", erklärte Vossloh-Chef Oliver Schuster. "Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt." Der Manager sieht eine steigende Nachfrage nach Bahninfrastruktur, unterstützt durch weltweite Investitionsprogramme. Er blicke daher "mit großer Zuversicht auf die nächsten Jahre", so Schuster.
Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. Vossloh erwartet einen Umsatz von 1,25 bis 1,325 Milliarden Euro. Das EBIT soll zwischen 110 und 120 Millionen Euro liegen. Vor allem in China, den USA und Deutschland rechnet das Unternehmen mit deutlichem Wachstum.
Aktie steigt und steigt
Die Vossloh-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,9 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 86,50 Euro (Stand: 24.7.2025, 9:53 Uhr). Für den Kurs geht es bereits seit Ende 2024 steil aufwärts, seit November hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Auf Monatssicht legte die Aktie 9,5 Prozent zu.
Auch Analysten erwarten politischen Rückenwind für Vossloh. In Deutschland soll das Unternehmen in den nächsten Jahren von einem milliardenschweren Infrastrukturpaket profitieren. Vossloh hat bereits 2024 umfangreiche neue Verträge mit der Deutschen Bahn abgeschlossen, weitere Vereinbarungen könnten folgen.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist mit 22 für 2025 trotz der rasanten Zuwächse noch vertretbar. Nach Einschätzung von ECOreporter bietet sich ein Einstieg aber weiterhin nur für Anlegerinnen und Anleger mit erhöhter Risikobereitschaft an. In der Vergangenheit schwankten Vosslohs Gewinne immer wieder deutlich, und nach den hohen Zugewinnen der letzten Monate wären Rücksetzer bei der Aktie, etwa im Zuge von Gewinnmitnahmen, keine Überraschung. Auch dass das Chinageschäft für Vossloh immer wichtiger wird, ist ein Risiko.
Vossloh AG: ISIN DE0007667107 / WKN 766710
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