Nachhaltigkeit? Für viele Banken offenbar nur dann ein gutes Thema, wenn es nicht beim Geldverdienen stört. / Foto: Pixabay

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Bankenbündnis Net-Zero Banking Alliance pausiert

Nach dem Austritt zahlreicher Mitglieder hat die Net-Zero Banking Alliance (NZBA) ihre Aktivitäten bis auf Weiteres eingefroren.

In der NZBA haben sich Banken aus aller Welt zusammengeschlossen, um sich für eine klimafreundliche Finanzwirtschaft zu engagieren. Weil sie es sich nicht mit dem Klimafeind Donald Trump verscherzen wollen, sind seit Trumps neuerlichem Wahlsieg allerdings viele Institute aus dem Bündnis ausgetreten, darunter alle US-Großbanken und zahlreiche kanadische Geldhäuser (ECOreporter berichtete unter anderem hier).

Gleichzeitig haben kerngrüne Banken wie die GLS Bank und die Triodos Bank die NZBA verlassen, da ihnen das Bündnis nicht nachhaltig genug ist (mehr dazu lesen Sie hier).

Funkstille bis Ende September

Jetzt hat die NZBA mitgeteilt, ihre Aktivitäten vorerst zu pausieren. In einer Pressemeldung heißt es: „Als Reaktion auf Rückmeldungen von Mitgliedern hat die NZBA-Lenkungsgruppe am 27. August 2025 eine Mitgliederabstimmung initiiert, um über einen vorgeschlagenen Übergang von einer mitgliederbasierten Allianz zur Etablierung ihrer Leitlinien als neue Rahmeninitiative zu entscheiden. Das Ergebnis der Abstimmung wird Ende September 2025 bekannt gegeben.“

Was die Veränderungen konkret bedeuten würden, ist bislang unklar. Die NZBA betont, man wolle „weiterhin Banken weltweit dabei unterstützen, widerstandsfähig zu bleiben und den Übergang der Realwirtschaft im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu beschleunigen“. Insbesondere möchte man „den Bankensektor ermutigen, seine Netto-Null-Verpflichtungen konsequent umzusetzen“.

Umweltschützer sehen bei der NZBA nach wie vor wenig Potenzial, um wirkliche nachhaltige Veränderungen anzustoßen. „Wenn die Welt brennt, braucht es Klimataten statt Klimarhetorik. Dies konnten freiwillige Bündnisse wie die NZBA bisher nicht einlösen“, sagt etwa Katrin Ganswindt, Leiterin Finanzrecherche der Nichtregierungsorganisation urgewald. „Fossile Finanzströme müssen endlich wirksam reguliert werden – auch, um die Stabilität des Finanzsystems zu sichern. Zentralbanken, Bankenregulierer und Aufsichtsbehörden müssen hier endlich aktiver werden. Die Finanzierung fossiler Expansion muss zu einer roten Linie werden.“

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