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Bericht: SAP und Telekom sollen "Bürger-App" entwickeln
Der Walldorfer Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom aus Bonn haben den Auftrag erhalten, eine App auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) zu entwickeln, die einen zentralen Zugang zu staatlichen Dienstleistungen ermöglicht. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Bezug auf eigene Recherchen. Bürgerinnen und Bürger sollen über die App etwa Anträge stellen, Termine buchen und Informationen abrufen können.
Die App soll demnach eine zentrale "KI-basierte Verwaltungsplattform" werden. Laut "Handelsblatt" nennt ein internes Projektdokument als Anwendungsfälle etwa Kindergeldanträge, Wohnsitzanmeldungen, Kinderzuschläge sowie die Gründung von Unternehmen. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) stimmt sich mit anderen Ressorts ab, damit tatsächlich eine Zentral-App entstehen kann.
Prototyp schon im April?
Die Leistungen sollen bei der Bundesagentur für Arbeit sowie in mehreren Pilotkommunen getestet werden, darunter Hamburg, Dresden, Nürnberg und Dortmund. Das Projekt ist dem Bericht zufolge bereits weit vorangeschritten, ein erster Prototyp soll bereits im Laufe des Aprils vorliegen.
Technisch will die App sichere Datenspeicher und "lernende KI-Agenten" kombinieren. Das bedeutet, dass KI-Assistenten etwa bei der Antragstellung helfen und so Prozesse leichter zugänglich machen. Sogenannte Crawler sollen dafür Daten aus verschiedenen Verwaltungsquellen sammeln, aufbereiten und über KI-Systeme bereitstellen.
Der operative Betrieb der App wird nach "Handelsblatt"-Informationen maßgeblich bei der Telekom liegen. SAP stellt demnach zentrale Komponenten wie die technische Plattform bereit und übernimmt die Verarbeitung von Daten sowie die Steuerung der Prozesse. Auch die Technologie für die KI-Agenten soll von SAP geliefert werden.
Ein endgültiger Name für die Anwendung steht noch nicht fest. Laut "Handelsblatt" wird in internen Dokumenten der Begriff "Bürger-App" verwendet, Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) soll aber die Bezeichnung "Deutschland-App" bevorzugen.
Im Vergleich zum Vortag ist die SAP-Aktie im Tradegate-Handel aktuell 0,3 Prozent im Plus und kostet 145,92 Euro (Stand: 9.4.2026, 9:15 Uhr). Im Monatsvergleich büßte sie 12,0 Prozent ein, auf Jahressicht gab der Kurs 38,7 Prozent nach.
Der Kurs steht seit Mitte 2025 unter Druck. Analysten haben die Sorge, dass KI-Anwendungen SAP Kunden kosten können. Mehr dazu und wie ECOreporter die Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie hier.
SAP ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie auch den ECOreporter-Überblick über die Entwicklung der nachhaltigen Dividendenkönige und unser Dossier zu nachhaltigen KI-Aktien.
SAP SE: ISIN DE0007164600 / WKN 716460
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