Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

BioNTech erzielt Erfolg im Patentstreit mit Moderna
Der Mainzer Pharmakonzern BioNTech hat im Streit um Patentverletzungen bei mRNA-basierten Corona-Impfstoffen einen Etappensieg gegen den US-Konkurrenten Moderna erreicht. Das Europäische Patentamt erklärte Modernas „565 Patent“ für ungültig.
Der Streit wird allerdings noch weitergehen. Moderna kann Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen und erklärte bereits, dies auch tun zu wollen. Man sei weiterhin von der Gültigkeit des Patents überzeugt.
Beschwerde als Reaktion auf Moderna-Klage
BioNTech begrüßte die Entscheidung des Europäischen Patentamtes. "Wir glauben, dass dieses und andere Patente von Moderna die Voraussetzungen für eine Erteilung nicht erfüllen und niemals hätten erteilt werden dürfen", teilte das Mainzer Unternehmen mit. Das Patentamt kündigte an, die schriftliche Entscheidung zu der Sache in den kommenden Wochen oder Monaten zu veröffentlichen.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Ursprünglich hatte Moderna im letzten Jahr gegen BioNTech und dessen US-Partner Pfizer wegen Patentrechtsverletzung geklagt. Die beiden Unternehmen hätten bei der Entwicklung ihres Corona-Impfstoffs die sogenannte mRNA-Technologie kopiert, die Moderna bereits zwischen 2010 und 2016 entwickelt habe.
BioNTech und Pfizer hatten daraufhin Einspruch gegen das Moderna-Patent eingelegt, auf das sich das Unternehmen bei seiner Klage bezog. Die Firmen erklärten, die Beschreibung der Erfindung sei unklar, außerdem sei die patentierte Technologie weder neu, noch erfülle sie die Voraussetzungen, um als Erfindung zu gelten.
Der Börsenkurs von BioNTech zeigte sich heute im frühen Tradegate-Handel von der Nachricht zunächst unbeeindruckt, aktuell ist die Aktie im Vergleich zum Vortag 0,2 Prozent im Minus und kostet 88,90 Euro (Stand: 22.11.2023, 9:04 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 2,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 42,5 Prozent an Wert eingebüßt.
BioNTech ist im dritten Quartal in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt, senkte aber gleichzeitig seine Umsatzprognose. Die Aktie bleibt für ECOreporter ein Investment mit Potenzial. BioNTech ist weltweit führend bei innovativen mRNA-Verfahren und hat nach den letzten Rekordjahren das Geld, um die Entwicklung seiner Nicht-Corona-Präparate voranzutreiben – auch durch Firmenübernahmen wie etwa bei Instadeep. Allerdings befindet sich das Unternehmen derzeit in einer Übergangsphase und muss noch Produkte finden, die die rückläufigen Umsätze aus dem Corona-Geschäft ausgleichen können.
Nach Einschätzung von ECOreporter ist die Aktie derzeit nicht zu teuer. Die Redaktion sieht nach wie vor Einstiegsgelegenheiten für risikofreudige, langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger, die mit starken Kursschwankungen leben können.
Lesen Sie auch: Nachhaltige Gesundheitsaktien: Wo sich jetzt der Einstieg lohnen kann.
BioNTech SE ADR: ISIN US09075V1026 / WKN A2PSR2