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Biotreibstoff-Aktie: Verbio setzt Dividende aus
Der Biotreibstoffhersteller Verbio will für sein letztes Geschäftsjahr keine Dividende zahlen. Der Aktienkurs des Leipziger Konzerns gibt nach.
Vorstand und Aufsichtsrat von Verbio werden der am 5. Dezember stattfindenden Jahreshauptversammlung vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024/2025 (Juli bis Juni) keine Dividende auszuschütten. Die Führungsgremien begründen ihre Entscheidung mit den weiterhin niedrigen Preisen für Treibhausgaszertifikate (THG).
2027 sollen die Rahmenbedingungen besser werden
Anbieter konventioneller Kraftstoffe können THGs erwerben, um einen Teil ihrer CO2-Emissionen zu neutralisieren. Alternativ können sie Biokraftstoffe kaufen und für eine bessere Klimabilanz ihrem Treibstoff beimischen. Sinken die Preise für die Zertifikate (THG-Quote), werden diese attraktiver, und die Nachfrage nach den Kraftstoffen etwa von Verbio geht zurück.
Verbio zufolge bleiben vorerst etwa 100 Millionen Euro des Vorratsvermögens gebunden, weil die Bundesregierung die Überhangsübertragung der THG-Quote für die Jahre 2025 und 2026 ausgesetzt hat. Die bis 2024 aufgebauten Überschüsse sollen ab 2027 wieder zur Verfügung stehen. Mit den geplanten regulatorischen Änderungen sei „eine signifikante Erhöhung der Quotenpreise ab 2026 zu erwarten“. Mit der Aussetzung der Dividende will Verbio seine Liquidität stärken und bis 2027 einen möglichst hohen Quotenbestand halten.
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Die Verbio-Aktie notierte gestern zwischenzeitlich mehr als 4 Prozent im Minus. Heute ist sie mit einem Plus von 0,8 Prozent und einem Kurs von 10,97 Euro in den Tradegate-Handel gestartet (Stand 23.9.2025, 8:55 Uhr). Für den Kurs geht es seit Ende 2022 fast durchgehend abwärts, auf drei Jahre gesehen ist die Aktie 81 Prozent im Minus. Seit April ist ein leichter Aufwärtstrend auf niedrigem Niveau erkennbar, im Monatsvergleich hat die Aktie 6 Prozent gewonnen.
Nach vorläufigen Zahlen erwirtschaftete Verbio im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 14 Millionen Euro. Das Unternehmen verfehlte damit seine eigenen Erwartungen. Vollständige Zahlen für das Geschäftsjahr will Verbio am Donnerstag dieser Woche vorstellen. 2023/2024 lag das EBITDA bei 122 Millionen Euro.
Verbios Geschäft ist mit vielen Unsicherheiten behaftet, unter anderem wegen der stark schwankenden Biospritpreise und der Aktivitäten des Unternehmens auf dem US-Markt. Das Geschäftsjahr 2023/2024 dürfte der Konzern mit einem Nettoverlust abgeschlossen haben. ECOreporter rät defensiven Anlegerinnen und Anlegern weiterhin vom Kauf der Aktie ab.
Verbio Vereinigte BioEnergie AG: ISIN DE000A0JL9W6 / WKN A0JL9W
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