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Bloom Energy-Aktie verliert 11 % – das ist der Grund
Der US-Brennstoffzellenhersteller Bloom Energy hat in den letzten Monaten an der Börse rasant an Wert gewonnen, getrieben vom Hype um Künstliche Intelligenz (KI). Doch nun empfiehlt eine Analyse, Gewinne mitzunehmen.
Die US-Investmentbank Jefferies bestätigte zwar grundsätzlich den optimistischen Geschäftsausblick für Bloom Energy. Allerdings sind die Analysten der Ansicht, dass die Aktie zu schnell zu stark gestiegen ist.
Vertrag mit Oracle schürt Erwartungen
Die Bank stufte die Aktie daher in ihrer Bewertung von einer "Halten"-Empfehlung auf die Einschätzung "Underperform" herab, was bedeutet, dass die Aktie sich voraussichtlich schlechter als der Gesamtmarkt entwickeln wird. Gleichzeitig hob Jefferies das Kursziel für die Bloom Energy-Aktie allerdings von 24 auf 31 US-Dollar an. Am Mittwoch schloss die Aktie an ihrer Heimatbörse in New York bei einem Preis von 69,18 Dollar, nachdem sie als Reaktion auf die Abstufung knapp 11 Prozent an Wert eingebüßt hatte.
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Aktuell ist die Bloom Energy-Aktie im Tradegate-Handel 2,6 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 57,41 Euro (Stand: 25.9.2025, 9:02 Uhr). Seit Juni ist es für die Aktie steil aufwärts gegangen: Im Monatsvergleich legte sie 29,2 Prozent zu, auf ein Jahr betrachtet hat sich der Kurs mit einem Plus von 527 Prozent mehr als versechsfacht.
Die Aktie wurde in den letzten Monaten durch Spekulationen angetrieben, dass die Nachfrage nach einer zuverlässigen Stromversorgung das Geschäft des Unternehmens parallel zum Ausbau von Rechenzentren antreiben wird. Ende Juli hatte Bloom Energy eine Kooperation mit dem Technologieriesen Oracle verkündet, um Rechenzentren mit Brennstoffzellen auszustatten. Das hatte den Kurs zusätzlich angeheizt.
Aktie deutlich überhitzt
Nach dem Höhepunkt des Wasserstoffhypes 2021 hatte auch die Bloom Energy-Aktie in den letzten Jahren lange beständig an Wert verloren. Ende 2024 schaffte der Kurs die Wende, seit April steigt er rasant und notiert mittlerweile fast doppelt so hoch wie auf dem damaligen Allzeithoch von rund 39 Dollar vor vier Jahren.
Während bei anderen Wasserstoff-Unternehmen wie Plug Power oder Nel die geschäftliche Realität die großen Versprechungen eingeholt hat, machte Bloom Energy auch operativ Fortschritte, steigerte den Umsatz und verringerte den Verlust. Für dieses Jahr erwarten Analysten, dass das Unternehmen erstmals einen kleinen Gewinn erzielen wird.
Auch bei dem Oracle-Geschäft handelt es sich nicht um ein Pilotprojekt, einen Testbetrieb oder eine vage Aussicht auf Einnahmen in der Zukunft. Der Vertrag soll in den kommenden Monaten in Kraft treten.
ECOreporter rät aktuell dennoch vom Einstieg bei Bloom Energy ab. Anlegerinnen und Anleger können die Aktie zwar im Auge behalten, der Kurs ist nach Einschätzung der Redaktion aber klar überhitzt, getrieben von den übersteigerten Erwartungen im KI-Sektor. Der Nachweis, dass Bloom Energy sein Geschäft tatsächlich verlässlich profitabel betreiben kann, steht noch aus.
Bloom Energy Corp. CL A: ISIN US0937121079 / WKN A2JQTG
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