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BYD und Mercedes beenden Partnerschaft in China
Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz hat seinen verbliebenen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Denza vollständig an den bisherigen chinesischen Partner BYD verkauft. Erst kürzlich war ein neues Modell der Luxusmarke in Deutschland vorgestellt worden.
BYD und Mercedes hatten Denza 2010 mit dem Ziel gegründet, eine führende Premiummarke für Elektro- und Hybridfahrzeuge zu schaffen. Ursprünglich hielt jedes Unternehmen 50 Prozent der Anteile. Nach schwachen Absatzzahlen hatte Mercedes seinen Anteil 2021 bereits auf 10 Prozent reduziert. Nun folgte die vollständige Trennung – zum Preis machten die Konzerne keine Angaben.
Mittlerweile sind die Verkaufszahlen bei Denza allerdings gestiegen. Seit der ersten Anteilsreduzierung von Mercedes habe Denza mehr als 200.000 Einheiten seines Luxus-Van D9 verkauft, teilte BYD mit.
Lohnt der Kauf der BYD-Aktie?
BYD hatte den D9 zuletzt Anfang September auf der Automobilmesse Automechanika in Frankfurt vorgestellt. Ein Marktstart in Deutschland ist bislang nicht offiziell bestätigt, wird aber von Experten für wahrscheinlich gehalten, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Aufgrund des bisher schwachen Geschäfts will BYD den Vertrieb in Deutschland künftig selbst und nicht mehr über Partner organisieren. ECOreporter berichtete hier.
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Die BYD-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 27,76 Euro (Stand: 18.9.2024, 9:55 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 6,9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 6,4 Prozent an Wert eingebüßt.
BYD hat große Wachstumschancen, Anlegerinnen und Anleger sollten aber die politischen Risiken nicht aus den Augen verlieren: Wie alle chinesischen Firmen ist BYD abhängig von Entscheidungen der Regierung in Peking. Zudem bleibt der Konzern trotz seiner ehrgeizigen internationalen Expansionspläne vorerst abhängig vom chinesischen Heimatmarkt – im größten Automarkt der Welt ist BYD der meistverkaufte Hersteller.
Zudem dürften Strafzölle zunehmend zum Problem für die globalen Pläne des Unternehmens werden. Zuletzt hatten Kanada und die USA Zölle von 100 Prozent auf chinesische Fahrzeuge eingeführt, auch in Europa könnten Strafzölle bald in Kraft treten, wenn auch nicht so drastische wie in Nordamerika. BYD plant deshalb bereits europäische Fabriken. In den USA ist ein Marktstart wegen des Handelskriegs mit China bis auf weiteres ausgeschlossen.
Die BYD-Aktie ist nach Einschätzung von ECOreporter kein Investment für defensive Anlegerinnen und Anleger. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2024 ist mit 17 moderat.
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BYD Company Limited: ISIN CNE100000296 / WKN A0M4W9