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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Canadian Solar: Rote Zahlen und politische Risiken
Der kanadische Solarkonzern Canadian Solar hat im ersten Quartal 2025 weniger Umsatz erzielt und Verluste geschrieben. Trotzdem fiel das Ergebnis besser auf, als am Markt erwartet. Die Risiken bleiben aber gerade mit Blick auf die chinesische Produktion hoch.
Der Umsatz lag in den ersten drei Monaten bei 1,2 Milliarden US-Dollar und damit am oberen Ende der Prognose von 1,0 bis 1,2 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Erlöse um 10 Prozent.
Eigene Kraftwerke und Energiespeicher im Fokus
Wie schon zum Ende des Vorjahrs belasteten das Unternehmen besonders Modulpreise auf einem historischen Tiefstand. Die Solarmodul-Lieferungen konnte Canadian Solar gleichzeitig im Jahresvergleich um 9,4 Prozent auf 6,9 Gigawatt (GW) steigern und damit die eigene Prognose übertreffen.
Wie ECOreporter die Canadian Solar-Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie im Premium-Bereich. Einen Überblick zum Solarsektor bieten unsere Dossiers Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Maschinen, Module und Wechselrichter (Teil 1) und Der ECOreporter-Solaraktien-Überblick: Projektierer und Betreiber von Solaranlagen (Teil 2).
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Die Bruttomarge des Konzerns lag bei 11,7 Prozent und damit ebenfalls über der eigenen Prognose. Unter dem Strich verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von rund 34 Millionen Dollar, im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 12 Millionen Dollar zu Buche gestanden.
Besonderes im Fokus steht bei Canadian Solar mittlerweile die Tochter Recurrent Energy, die Solaranlagen sowie Energiespeicherprojekte plant, baut und betreibt. Die weltweite Projektpipeline für Solar- und Batteriespeicherkapazitäten erweiterte der Konzern auf 27 Gigawattpeak (GWp) beziehungsweise 76 Gigawattstunden (GWh).
Canadian Solar strebt nach eigenen Angaben an, Recurrent Energy als Kraftwerksbetreiber zu einer wesentlichen Säule des Unternehmens aufzubauen. Zuletzt sicherte sich der Konzern eine Kreditlinie in Höhe von 415 Millionen Dollar für die Tochter. Recurrent Energy verfügt aktuell über eine Projektentwicklungspipeline von 27 GWp an Solar- und 76 GWh an Batteriespeicherkapazität in verschiedenen Entwicklungsstadien.
Für das Gesamtjahr 2025 erwartet Canadian Solar einen Umsatz zwischen 6,1 und 7,1 Milliarden Dollar. Bei den Modullieferungen rechnet der Konzern mit in einer Größenordnung von 25 GW bis 30 GW, einschließlich etwa 1 GW für die eigenen Projekte des Unternehmens. Bei den Batteriespeichern soll das Auslieferungsvolumen zwischen 7 GWh und 9 GWh liegen.
Hohe politische Risiken
Im Tradegate-Handel ist die Canadian Solar-Aktie im Vergleich zum Freitag aktuell 2,9 Prozent im Minus und kostet 9,44 Euro (Stand: 19.5.2025, 13:14 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 50,3 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ging es für den Kurs 34,6 Prozent abwärts.
Canadian Solar hatte im vergangenen Jahr mehrmals seine Prognose senken müssen, war allerdings in der Gewinnzone geblieben. Ursprünglich war der Konzern von weiter steigenden Gewinnen ausgegangen, allerdings ist mittlerweile unklar, ob das gelingt. Ein Problem ist weiterhin die große Abhängigkeit von China: Canadian Solar sitzt zwar in Kanada, lässt aber fast ausschließlich in der Volksrepublik produzieren. Die dortige Tochter CSI Solar ist an der Börse in Shanghai notiert.
Die Unsicherheiten aufgrund des Handelskriegs zwischen den USA und China schafft daher hohe Unsicherheiten. Zuletzt beflügelte die mögliche Entspannung zwischen den Ländern den Kurs, die Aktie profitierte außerdem von einem Gesetzesentwurf in den USA. Für defensive Anlegerinnen und Anleger ist die Aktie insbesondere aufgrund der politischen Risiken aktuell kein Kaufkandidat.
Canadian Solar Inc.: ISIN CA1366351098 / WKN A0LCUY
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