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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
Clearvise mit schwächerem Ergebnis – Jahresziele bestätigt
Der Frankfurter Grünstromerzeuger Clearvise hat in den ersten neun Monaten 2024 einen Rückgang beim Umsatz und Ergebnis verzeichnet. An seiner Prognose für das Gesamtjahr 2024 hält das Unternehmen aber fest.
Im Zeitraum Januar bis September sank der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 18,6 Prozent zum Vorjahr auf 27,5 Millionen Euro. Laut Unternehmen lag das vor allem am Verkauf finnischer Windparks und einer insgesamt niedrigeren Stromproduktion, besonders in Frankreich. Die Stromerzeugung lag mit 351,2 Gigawattstunden (GWh) in den ersten neun Monaten etwa 13,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Jahresprognose bestätigt
Gleichzeitig profitierte Clearvise in Irland von einer höheren Stromproduktion und inflationsbedingt gestiegenen Tarifen. Der Beitrag aus Photovoltaik-Anlagen am Gesamtumsatz erhöhte sich von 24,9 Prozent im Vorjahr auf 26,6 Prozent. Insgesamt habe sich das Geschäft "in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld robust entwickelt", so Clearvise. Umsatz und Ergebnis lägen "im Rahmen der Erwartungen".
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Das um operative Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 18,5 Millionen Euro 21,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau und reflektiert den Rückgang der Umsatzerlöse. Nettozahlen teilte Clearvise zunächst nicht mit.
"Die Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien waren äußerst anspruchsvoll", sagt Clearvise-Finanzchef Manuel Sieth. "Dennoch ist es uns gelungen, Wachstumspotenziale zu erschließen und unser Portfolio strategisch zu stärken. Mit der Erweiterung unserer Kapazitäten, insbesondere durch den Markteintritt in Italien und den Ausbau unserer Photovoltaikprojekte in Frankreich, blicken wir auf ereignisreiche und erfolgreiche Monate zurück."
Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Prognose fest und erwartet einen Umsatz von 35,5 bis 37,0 Millionen Euro sowie ein um Sondereffekte bereinigtes EBITDA zwischen 21,8 und 23,1 Millionen Euro. Die Volatilität der Strompreise bleibe allerdings hoch, wie Clearvise erklärte. Deshalb sei "eine belastbare Vorhersage der Preise schwierig".
Die Clearvise-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 2,0 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 1,71 Euro (Stand: 11.11.2024, 10:56 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 5,3 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 15,6 Prozent an Wert verloren.
Aktie ist schwach gelaufen
Die Normalisierung der Strompreise ist auch für andere Stromerzeuger ein Problem, solange sie nicht einen Großteil der Preise über langfristige Stromabnahmeverträge abgesichert haben. Seinen Anlagenbestand kann Clearvise bislang ausbauen - keine Selbstverständlichkeit für ein kleines Unternehmen, das mit deutlich größeren Anbietern um attraktive Anlagenstandorte konkurriert. Clearvise setzt dabei besonders auf Entwicklungspartnerschaften.
Ein Risiko für Investoren bleiben vor allem die anhaltenden Übernahmegerüchte: Die schwedische Investmentgesellschaft EQT, größter Anteilseigner von Clearvise, wird schon länger als möglicher Käufer gehandelt. Im laufenden Geschäftsjahr wird Clearvise vermutlich rote Zahlen schreiben, für 2025 wird das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei sehr hohen 88 erwartet.
Die Aktie hat sich nicht gut entwickelt: Seit August 2022 geht es für den Kurs nach einem zwischenzeitlichen Anstieg stetig abwärts, auf drei Jahre hat die Aktie 25 Prozent an Wert eingebüßt. Nach Ansicht von ECOreporter ist die Clearvise-Aktie weiter nur ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger.
Clearvise AG: ISIN DE000A1EWXA4 / WKN A1EWXA
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