Clearvise sieht sein Partner-Modell als großen Erfolg für das Unternehmen. / Foto: Clearvise

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Grünstromerzeuger Clearvise übernimmt größtes Projekt seiner Geschichte

Das Frankfurter Grünstromunternehmen Clearvise baut seinen Anlagenbestand mit der Übernahme eines Solarparks in Frankreich deutlich aus. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um das bislang größte Kooperationsprojekt in der Geschichte von Clearvise.

Bei dem Projekt handelt es sich demnach um eine Freiflächen-Solaranlage mit einer Kapazität von mehr als 70 Megawattpeak (MWp), die Clearvise von einem namentlich nicht genannten regionalen Entwicklungspartner übernimmt. Über den Verkaufspreis wurde dem Unternehmen zufolge Stillschweigen vereinbart.

Größtes Kooperationsprojekt der Unternehmensgeschichte

Das Solarprojekt im Westen Frankreichs habe den Genehmigungsprozess durchlaufen und verfüge bereits über eine Baugenehmigung, so Clearvise. Der Solarpark soll nach Fertigstellung mehr als 90 Gigawattstunden (GWh) Strom jährlich produzieren. Das würde theoretisch zur Versorgung von 25.000 Haushalten reichen. Der Strom soll über einen Mix aus staatlich garantierten Tarifen (FiT) sowie langfristigen Abnahmeverträgen (Power Purchase Agreements; PPA) vergütet werden.

"Die Unterzeichnung eines Kaufvertrags für ein weiteres Kooperationsprojekt unterstreicht den Erfolg unseres clearPARTNERS-Modells", erklärte Clearvise-Chefin Petra Leue-Bahns. "Ein Co-Entwicklungsprojekt dieser Größe stellt einen neuen Meilenstein unserer Wachstumsinitiative dar." Laut Clearvise ist der Solarpark das bislang größte Co-Entwicklungsprojekt in der Geschichte des Unternehmens.

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Der regionale Entwicklungspartner bleibt im Rahmen der Kooperation mit 30 Prozent an der Projektgesellschaft beteiligt. Clearvise hält mit 70 Prozent die Mehrheit an dem Kooperationsprojekt. Über verschiedene clearPARTNERS-Kooperationen hat sich Clearvise nach eigener Aussage seit 2023 bereits Solarprojekte mit einer Kapazität von mehr als 200 MWp vertraglich gesichert, davon befindet sich ein Projekt mit 36 MWp bereits im Bau.

An der Börse Düsseldorf war die Clearvise-Aktie am Mittwochnachmittag 0,3 Prozent im Plus und kostete 1,77 Euro (Stand: 16.10.2024, 16:31 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 3,6 Prozent eingebüßt, im Jahresvergleich ist sie 11,8 Prozent im Plus.

Investment nur für Mutige

Clearvise kann seinen Anlagenbestand bislang ausbauen, keine Selbstverständlichkeit für ein kleines Unternehmen, das mit deutlich größeren Anbietern um attraktive Anlagenstandorte konkurriert. Im ersten Halbjahr sanken Umsatz und Gewinn – insbesondere wegen der im Jahresvergleich deutlich niedrigeren Strompreise.

Ein Risiko bleiben besonders die anhaltenden Übernahmegerüchte: Die schwedische Investmentgesellschaft EQT, größter Anteilseigner von Clearvise, wird schon länger als möglicher Käufer gehandelt. Im laufenden Geschäftsjahr wird Clearvise vermutlich rote Zahlen schreiben, für 2025 wird das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei sehr hohen 91 erwartet. Nach Ansicht von ECOreporter ist die Clearvise-Aktie weiter nur ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger.

Lesen Sie auch die ECOreporter-Dossiers zu Windaktien und zu Solaraktien.

Clearvise AG: ISIN DE000A1EWXA4 / WKN A1EWXA

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