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Dämmstoff-Aktie Sto: Gewinn halbiert
Der Dämmstoff- und Farbenkonzern Sto leidet weiterhin unter der Baukrise und ungünstigen Witterungsbedingungen und kassiert seine Ziele für die nächsten Jahre. Welche Aussichten hat die Aktie?
Im ersten Halbjahr 2024 setzte Sto 796 Millionen Euro um, 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn halbierte sich auf 20,4 Millionen Euro. Als Gründe für die schwachen Zahlen nennt der Konzern aus dem baden-württembergischen Stühlingen die seit geraumer Zeit rückläufige Baukonjunktur in Deutschland und in mehreren ausländischen Märkten sowie die häufigen Regenfälle im Mai und Juni.
Auch der Juli sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Für das Gesamtjahr rechnet Sto jetzt nur noch mit einem Umsatz von ungefähr 1,66 Milliarden Euro und einem Vorsteuergewinn von 63 bis 83 Millionen Euro. Bislang war das Management von 1,79 Milliarden Euro Umsatz und einem Vorsteuergewinn von 113 bis 138 Millionen Euro ausgegangen.
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Für die nächsten Jahre hat Sto seine Prognosen ebenfalls heruntergeschraubt. Das Unternehmen geht davon aus, seine Jahresziele für 2025 – rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz und eine Umsatzrendite von 7,6 bis 9,2 Prozent – nicht erreichen zu können. Auch der für 2027 angepeilte Umsatz von 2,1 Milliarden Euro und die Umsatzrendite von 10 Prozent dürften nach Einschätzung des Managements voraussichtlich verfehlt werden.
Aktionäre brauchen einen langen Atem
Im Halbjahresbericht heißt es dazu: „Grundsätzlich bestehen erhebliche Chancen für Sto, die aktuell von der schwierigen Marktsituation in mehreren wichtigen Kernmärkten, die sich voraussichtlich weiter fortsetzen dürfte, überlagert werden. Deshalb kann das besonders in energetischer Hinsicht bestehende Wachstumspotenzial sowohl im Neubau als auch in der Renovierung und Sanierung von Gebäuden aus Sicht des Unternehmens vorerst nicht ausgeschöpft werden.“
Die Gewinnwarnung hatte Sto bereits im Juli veröffentlicht, danach war der Aktienkurs eingebrochen. Seitdem bewegt er sich vor allem seitwärts. Im Jahresvergleich hat die Aktie 14 Prozent verloren, auf drei Jahre notiert sie 42 Prozent im Minus. Längerfristig gesehen hat sie sich solide entwickelt, auf fünf Jahre ist sie 28 Prozent im Plus. Heute kostet das Papier im Tradegate-Handel unverändert zum Freitag 119,20 Euro (Stand 2.9.2024, 9:00 Uhr).
ECOreporter sieht nach wie vor Potenzial bei der Sto-Aktie, das Unternehmen schreibt auch in schwierigen Zeiten schwarze Zahlen. Bis auf Weiteres bleiben aber erhöhte Risiken. Für einen Einstieg sprechen das niedrige erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 von etwa 6 und die Dividende. Sto hat für das Geschäftsjahr 2023 eine zum Vorjahr unveränderte Gesamtdividende von 5,00 Euro je Aktie ausgeschüttet. Das entspricht beim aktuellen Börsenkurs einer hohen Dividendenrendite von 4,2 Prozent.
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Sto SE & Co. KGaA: ISIN DE0007274136 / WKN 727413