Daldrup & Söhne geht davon aus, mit seinen Bohrdienstleistungen von der Wärmewende zu profitieren. / Foto: Daldrup & Söhne

  Nachhaltige Aktien

Daldrup & Söhne verdoppelt Gewinn im ersten Halbjahr

Das Bohrtechnik- und Geothermieunternehmen Daldrup & Söhne hat im ersten Halbjahr 2024 mehr als doppelt so viel Gewinn wie im Vorjahr erzielt. Das Unternehmen erwartet, künftig weiter von einer verstärkten Nachfrage aufgrund der Wärmewende zu profitieren.

Die Gesamtleistung, also Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Projektleistungen stieg in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr von 24,1 auf 29,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte von 1,4 auf rund 3 Millionen Euro. Damit bestätigte das Unternehmen die vorläufigen Zahlen aus dem August.

Angehobene Prognose bestätigt

Auch der Nettogewinn konnte auf 2 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Je Aktie entsprach das einem Anstieg des Gewinns von 0,12 Euro auf 0,34 Euro. "Das Halbjahresergebnis zeigt erneut, dass die operative Ertragskraft des Daldrup-Konzerns nachhaltig gestärkt ist", so Daldrup & Söhne in einer Mitteilung.

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Im Rahmen der Wärmewende werde "die Erschließung geothermischer Wärmequellen weiterhin ein wichtiger Lösungsbaustein sein". Das Unternehmen erwartet, dass seine Bohrdienstleistungen dabei eine Schlüsselposition einnehmen werde. Daldrup bietet unter anderem Bohrdienstleistungen für die oberflächennahe Geothermie (insbesondere Erdwärmesonden für Wärmepumpen) und für Tiefenbohrungen für Geothermiekraftwerke an.

Die Nachfrage nehme zu, und man rechne mit Verbesserungen im regulatorischen Umfeld, erklärte der Daldrup-Vorstandsvorsitzende Andreas Tönies. „Dazu zählen eine staatlich garantierte Fündigkeitsversicherung für die erste Bohrung eines Geothermieprojekts sowie das Gesetz zur Beschleunigung der Genehmigungen von Geothermieanlagen, Wärmepumpen und Wärmespeichern”, so Tönies.

Die Ende August angehobene Jahresprognose bestätigte der Konzern. Auf Basis der aktuellen Auftragslage und einer anhaltenden Auslastung von Mannschaften und Bohrgeräten erwartet Daldrup eine Jahresgesamtleistung von 50 Millionen Euro bei einer Gewinnspanne vor Zinsen und Steuern zwischen 7 und 9 Prozent.

Im Handel an der Börse Stuttgart notierte die Daldrup-Aktie am Donnerstagabend 3,5 Prozent im Plus zum Vortag bei 8,78 Euro (Stand: 10.10.2024, 21:55 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 1,6 Prozent an Wert verloren, im Jahresvergleich ist sie 8,7 Prozent im Plus.

Wie gut ist die Daldrup-Aktie?

Aktuell laufen die Geschäfte bei Daldrup gut. Trotz steigender Auftragszahlen und optimistischer Prognosen lässt sich aber schwer abschätzen, wie groß das Potenzial für neue Geothermie-Projekte wirklich ist. In den letzten Jahren plagten das Unternehmen Margenprobleme und ein schwankendes Projektgeschäft, zwischenzeitlich schrieb Daldrup rote Zahlen. Im Rahmen seines Geschäftsbericht für 2023 erklärte das Unternehmen selbst, sein Geschäft sei "weitestgehend konjunkturunabhängig und von einem langfristig ausgelegten Auftragsumfeld geprägt".

In den letzten drei Jahren verdoppelte sich der Wert der Aktie, allerdings schwankte der Kurs dabei deutlich, und das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2024 ist mit 27 hoch. ECOreporter sieht die Daldrup-Aktie weiterhin als ein Investment mit erhöhtem Risiko. Anlegerinnen und Anleger, die dieses Risiko eingehen wollen, sollten die Angaben des Unternehmens beherzigen und bei einem Neueinstieg auf eine lange Ausrichtung des Investments achten.

Lesen Sie auch den ECOreporter-Branchenüberblick Geothermie-Aktien – hohe Renditen mit Wärme aus der Tiefe?

Daldrup & Söhne AG:  ISIN DE0007830572 / WKN 783057

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