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Deutsche Bildung Studienfonds II – nächster Anlauf für die Anleihen
Die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG hatte es Ende letzten Jahres nicht geschafft, die Bedingungen ihrer börsennotierten Anleihen ändern zu lassen. Jetzt versucht das Unternehmen erneut, eine drohende Insolvenz abzuwenden.
Das Unternehmen sieht Probleme bei der Rück- und Zinszahlung seiner Anleihen 2016/2026 (ISIN: DE000A2AAVM5) und 2017/2027 (ISIN: DE000A2E4PH3). Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier.
Deshalb sollen die Anleihen (Gesamtvolumen 28 Millionen Euro) um zehn beziehungsweise elf Jahre bis zum 17. Dezember 2037 verlängert und ab 2028 schrittweise getilgt werden. Zudem will das Unternehmen, eine Tochter der Deutsche Bildung AG aus Frankfurt am Main, die Zinsen von jährlich 4 Prozent erst am Ende der Laufzeit zahlen.
Diesmal reichen 25 Prozent
Nachdem der erste Versuch, die Anleihebedingungen zu ändern, im Dezember gescheitert war, weil sich zu wenig Gläubiger beteiligten (ECOreporter berichtete hier), lädt das Unternehmen jetzt zu einer zweiten Abstimmung ein. Diese soll am 2. März um 12 Uhr in den Räumlichkeiten der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG in Frankfurt stattfinden. Bei dieser Abstimmung reicht es, wenn sich 25 Prozent der Gläubiger beteiligen. Im ersten Anlauf war eine Beteiligung von 50 Prozent notwendig gewesen.
Eine Vertretung der Stimmrechte ist durch die AAA HV Management GmbH möglich. Weitere Details zur Stimmabgabe und die dafür benötigten Dokumente finden sich auf der Seite www.deutsche-bildung-invest.de/relevante-dokumente-zu-unseren-anleihen.
Die Abstimmungspunkte bleiben zur ersten Abstimmung grundsätzlich unverändert. Ergänzt werden sie durch die mittlerweile mit dem Zentralverwahrer Clearstream Europe geklärte wertpapiertechnische Umsetzung, mit der es auch nach der laut Deutsche Bildung Studienfonds aus „technischen Gründen“ nicht vollständigen finalen Tilgung der Anleihen im Dezember 2037 weiterhin möglich sein soll, für die Jahre 2038 bis 2040 Zinsen auszuzahlen.
Unternehmen sieht Insolvenzgefahr
Aus Sicht der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG „ist es erfolgskritisch, dass an den Abstimmungen möglichst viele Gläubiger teilnehmen, um die neuen Anleihebedingungen zu beschließen und so die ansonsten drohende Insolvenz abzuwehren“.
Die Studienfonds-Anleihe 2016/2026 notiert im gettex-Handel derzeit bei 28,75 Prozent ihres Nennwertes (12.2.2026, 12:44 Uhr). Die Anleihe 2017/2027 steht bei 29,10 Prozent (12.2.2026, 12:40 Uhr). Beide Anleihen haben nach Bekanntgabe der Restrukturierungspläne Ende Oktober 2025 stark an Kurswert verloren.
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04.05.26
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