Mit den Anleihen der Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG wurden Studienkredite finanziert. / Foto: Pixabay

  Anleihen / AIF

Deutsche Bildung Studienfonds II – weitere Abstimmungen nötig

Die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG hat es im ersten Anlauf nicht geschafft, die Bedingungen ihrer börsennotierten Anleihen ändern zu lassen.

Das Unternehmen sieht Probleme bei der Rück- und Zinszahlung seiner Anleihen 2016/2026 (ISIN: DE000A2AAVM5) und 2017/2027 (ISIN: DE000A2E4PH3). Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier.

Deshalb sollen die Anleihen (Gesamtvolumen 28 Millionen Euro) um zehn beziehungsweise elf Jahre bis zum 17. Dezember 2037 verlängert und ab 2028 schrittweise getilgt werden. Zudem will das Unternehmen, eine Tochter der Deutsche Bildung AG aus Frankfurt am Main, die Zinsen von jährlich 4 Prozent erst am Ende der Laufzeit zahlen

Beide Abstimmungen werden wiederholt

Die Anleihegläubiger müssen den Änderungen zustimmen. Bei der Abstimmung ohne Versammlung der Anleihe 2016/2026 wurden die Änderungsanträge mit über 99 Prozent der Stimmen angenommen. An der Abstimmung für die Anleihe 2017/2027 beteiligten sich hingegen zu weniger Gläubiger, um beschlussfähig zu sein.

Weil zudem die neuen Bedingungen der Anleihe 2016/2026 nicht hundertprozentig kompatibel mit dem Abwicklungssystem des Anleihenzentralverwahrers Clearstream Europe sind, müssen beide Abstimmungen mit leicht veränderten Beschlussvorlagen wiederholt werden. Bei diesen Abstimmungen reicht es dann, wenn sich 25 Prozent der Gläubiger beteiligen. Im ersten Anlauf war eine Beteiligung von 50 Prozent notwendig gewesen.

Die überarbeiteten Änderungsvorschläge und die Termine für die neuen Abstimmungen will die Deutsche Bildung Studienfonds II GmbH & Co. KG auf ihrer Website www.deutsche-bildung-invest.de veröffentlichen.

Die Studienfonds-Anleihe 2016/2026 notiert aktuell im gettex-Handel bei 33,00 Prozent ihres Nennwertes (15.12.2025, 8:40 Uhr). Die Anleihe 2017/2027 steht bei 33,63 Prozent (15.12.2025, 8:40 Uhr). Beide Anleihen haben nach Bekanntgabe der Restrukturierungspläne Ende Oktober stark an Kurswert verloren.

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