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Deutscher Staatsfonds erlaubt Rüstungs-Investments
Der deutsche Staatsfonds Kenfo darf künftig auch in Rüstungskonzerne anlegen, obwohl die Chefin des Fonds Waffen als nicht nachhaltig einschätzt.
Der knapp 26 Milliarden Euro schwere Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Kenfo) wurde 2017 gegründet, um die Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle aus den deutschen Kernkraftwerken zu finanzieren. Er ist der erste deutsche Staatsfonds und investiert weltweit in Anleihen, Aktien und illiquide Anlagen wie Immobilien und Infrastruktur.
Wie notwendig sind Rüstungs-Investments?
Der Kenfo verfolgt „einen umfassenden Nachhaltigkeitsansatz für das gesamte Portfolio“ und hatte bislang strenge Ausschlusskriterien für Rüstungsunternehmen. Diese werden jetzt größtenteils aufgehoben. „Wir halten Rüstung weiter für nicht nachhaltig, aber sie ist aufgrund einer veränderten Sicherheitslage notwendig geworden“, sagte Kenfo-Vorstandschefin Anja Mikus in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Deutschland kann nicht seine Rüstungsausgaben hochfahren, und wir als deutscher Staatsfonds verweigern uns dem Thema.“
Mikus erwartet bis Mitte des Jahres einen Anstieg der Rüstungs-Investments. Nach Angaben der Kenfo-Chefin hat der Fonds jetzt die Möglichkeit, in Wertpapiere von Rüstungsfirmen aus der EU, Großbritannien, der Schweiz und Norwegen anzulegen. Kontroverse Waffen seien dabei weiterhin tabu.
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09.12.25
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