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J.P. Morgan erlaubt 95 nachhaltigen Fonds, in Rüstung zu investieren
Für als nachhaltig ausgewiesene Fonds des US-Vermögensverwalters J.P. Morgan AM sind Investments in Rüstung nicht länger tabu. Möglich machen das aufgeweichte EU-Richtlinien.
Ab 16. Februar entfällt für alle 95 nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung als nachhaltig deklarierte Fonds von J.P. Morgan das Ausschlusskriterium „konventionelle Waffen“. Betroffen sind etwa der JPMorgan Funds – America Equity, der JPMorgan Funds – Europe Equity und der JPMorgan Funds – Global Aggregate Bond Fund.
J.P. Morgan rechtfertigt die Änderungen mit „Kundenerwartungen im Zusammenhang mit Verteidigungsbereitschaft“. Ein Grund dürfte auch sein, dass Rüstungsaktien seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine teils stark an Wert gewonnen haben. Auch andere Fondsanbieter wie BlackRock, Allianz und die Deutsche-Bank-Tochter DWS haben bereits ihre Beschränkungen für Rüstungsinvestments deutlich gelockert – teilweise sind sogar Atomwaffen nicht mehr ausgeschlossen.
Gegen regulatorische Vorschriften verstoßen Rüstungsinvestments in nachhaltigen Fonds nicht: Die EU hat 2024 festgelegt, dass Rüstung als nachhaltiges Geldanlagethema gelten kann. Mehrere streng nachhaltige deutsche Banken haben 2025 ein Positionspapier dazu veröffentlicht, warum sie Rüstung als notwendig, aber nicht als nachhaltig einstufen (mehr dazu erfahren Sie hier). Zudem fordern nachhaltige Finanzhäuser eine Verschärfung bei der Definition von kontroversen Waffen.
Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Waffen im nachhaltigen Depot?.
Viele garantiert rüstungsfreie Fonds hat die Redaktion hier getestet.