Foto: Pixabay / Das Bild zeigt einen Feuerwehrmann mit Gasmaske. Drägerwerk konnte in beiden Segmenten für Medizin- und Sicherheitstechnik mehr Aufträge verzeichnen.

  Nachhaltige Aktien

Drägerwerk bleibt nach Gewinnrückgang optimistisch

Der Lübecker Medizin- und Sicherheitstechnikhersteller Drägerwerk hat im ersten Halbjahr 2025 einen Gewinnrückgang verbucht, gleichzeitig aber den Auftragseingang deutlich gesteigert. Die Jahresprognose bleibt unverändert.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war in den ersten sechs Monaten auf Basis vorläufiger Berechnungen mit 20 Millionen Euro zwar positiv. Gegenüber den knapp 56 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum hat es sich allerdings mehr als halbiert.

Auftragseingang steigt deutlich

Grund hierfür waren laut Unternehmen insbesondere die positiven Einmaleffekte im Vorjahr: Im zweiten Quartal 2024 hatte Drägerwerk einen nicht-strategischen Geschäftsbereich in den Niederlanden und ein Grundstück in den USA für insgesamt rund 20 Millionen Euro verkauft. Diese Ergebnisbeiträge fehlten nun.

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Der Umsatz blieb mit einem währungsbereinigten Anstieg um 0,4 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro nahezu stabil zum Vorjahr. Das Segment Medizintechnik verzeichnete nach einem Rückgang im Vorjahr einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um 1,8 Prozent. Das Segment Sicherheitstechnik verbuchte einen währungsbereinigten Rückgang um 1,4 Prozent.

Die Nachfrage entwickelte sich im ersten Halbjahr laut Drägerwerk sehr gut. Der Auftragseingang stieg um 8,3 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Damit übertraf er nicht nur das hohe Vorjahresniveau, sondern erreichte auch den höchsten Stand eines ersten Halbjahres seit dem Rekordhalbjahr 2020. Unternehmensangaben zufolge legten die Bestellungen in beiden Segmenten zu.

Aufgrund der guten Auftragsentwicklung hält Drägerwerk für das laufende Geschäftsjahr an seinem Ausblick fest. Das Unternehmen erwartet unverändert einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um 1,0 bis 5,0 Prozent. Die EBIT-Marge soll 3,5 bis 6,5 Prozent erreichen. Im ersten Halbjahr lag die Marge bei 1,3 Prozent, im zweiten Quartal bei 2,6 Prozent.

Die Drägerwerk-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,7 Prozent im Plus zum Freitag – obwohl neue Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump die Börsen unter Druck setzen (Stand: 14.7.2025, 10:33 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 1,3 Prozent zugelegt, auf Jahressicht stieg der Kurs um 37,4 Prozent.

Die Aussichten von Drägerwerk bleiben trotz der guten Auftragslage von Unsicherheiten geprägt. Das Unternehmen litt in den letzten Jahren immer wieder unter Magenproblemen. Diese zeigten sich im ersten Quartal dieses Jahres erneut und bleiben auch aktuell ein Problem. 

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 ist mit 11 zwar eher niedrig. Defensiven Anlegerinnen und Anlegern rät ECOreporter aber weiterhin abzuwarten, wie sich die Geschäfte und insbesondere die Gewinnsituation von Drägerwerk 2025 entwickeln.

Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz.:  ISIN DE0005550636 / WKN 555063

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