Bei Drägerwerk läuft besonders das Geschäft mit Beatmungsgeräten wie erwartet schlechter. / Symbolbild: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Drägerwerk mit Umsatz- und Ergebnisrückgang im dritten Quartal

Der Lübecker Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk hat im dritten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnet. Grund dafür war vor allem das schwache Geschäft des Unternehmens in China.

Wie Drägerwerk nach vorläufigen Zahlen mitteilte, sank der Umsatz zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 775 Millionen Euro. Bereinigt um Währungseffekte lag der Rückgang demnach bei 0,7 Prozent. In beiden Sparten musste das Unternehmen rückläufige Erlöse hinnehmen.

Geschäft in China läuft erwartbar schwach

In der Medizintechnik belastete vor allem die schwache Entwicklung in China. Im Vorjahreszeitraum hatte Dräger in der Volksrepublik noch von starken Nachholeffekten und einem Nachfrageschub bei Beatmungsgeräten profitiert. Beide Effekte fehlen 2024, wie das Unternehmen bereits erwartet und angekündigt hatte.

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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 29,2 Millionen im Vorjahr auf rund 24 Millionen Euro zurück. Darin enthalten sei ein Einmaleffekt von rund zehn Millionen Euro aus einem Gebäudeverkauf, erklärte Drägerwerk. Die EBIT-Marge lag bei rund 3,1 Prozent nach 3,7 Prozent im Vorjahr. Nettozahlen gab das Unternehmen zunächst nicht bekannt.

Nach Vorlage der Zahlen notiert die Drägerwerk-Aktie im Xetra-Handel aktuell 3,1 Prozent schwächer als am Vortag bei 46,30 Euro (Stand: 16.10.2024, 12:07 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 2,4 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 4,8 Prozent an Wert gewonnen.

Drägerwerk hatte bereits in seinem ersten Ausblick 2024 darauf hingewiesen, dass der Wegfall von Nachholeffekten das Wachstum deutlich verlangsamen werde. Während der Corona-Krise hatte Drägerwerk eine Rekordnachfrage verzeichnet. Die gesenkten Erwartungen dürften allerdings bereits in den Kurs eingepreist sein – Investoren sind also trotz der Warnungen enttäuscht vom Geschäftsverlauf.

Wie bewertet ECOreporter die Aktie?

ECOreporter ist weiterhin skeptisch bei der Aktie, die niedrigen Margen bleiben ein Problem des Unternehmens. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2024 bei niedrigen 9, die Aktie schwankte aber in den letzten Jahren und auch 2024 aber immer wieder stark. Ein Kauf für defensive Anlegerinnen und Anleger ist die Aktie nicht.

Nach den deutlichen Korrekturen der letzten drei Jahre besteht aber wieder die Chance auf eine Kurserholung, wenn sich die Geschäfte des Konzerns verbessern und der Vergleich der Geschäftsentwicklung zum Vorjahr weniger stark von Einmaleffekten verzerrt wird.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Diese nachhaltigen Gesundheitsaktien haben die besten Aussichten.

Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz.: ISIN DE0005550636 / WKN 555063

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