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Drägerwerk steigert Gewinn und erhöht die Dividende
Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk hat bei stagnierendem Umsatz im vergangenen Jahr dank Sondereffekten mehr Gewinn erzielt. Auch der Auftragseingang legte zu. Die Drägerwerk-Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten.
Der Umsatz von Drägerwerk erreichte mit 3,4 Milliarden Euro "annähernd das hohe Vorjahresniveau". 2023 hatte das Unternehmen von starken Nachholeffekten in China profitiert, weil Beatmungsgeräte wieder besser lieferbar wurden.
Dividende wird angehoben
Auch 2024 wuchs der Auftragseingang, mit 3,4 Milliarden Euro fiel er laut Drägerwerk etwa 90 Millionen Euro besser aus als im guten Vorjahr. Dabei stiegen die Bestellungen in beiden Segmenten des Unternehmens – Medizintechnik und Sicherheitstechnik. Während der chinesische Markt schwächelte, wuchs die Nachfrage in anderen Regionen, insbesondere in Deutschland.
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Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigerte Drägerwerk im Jahresvergleich deutlich um 17 Prozent auf 194 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 4,9 auf 5,8 Prozent. Dabei profitierte das Unternehmen auch von Einmaleffekten in Höhe von 22 Millionen Euro. Diese entstanden vor allem durch Immobiliengeschäfte und "den Verkauf eines nicht zum Kerngeschäft gehörenden lokalen Geschäftsbereichs in den Niederlanden".
Der Nettogewinn stieg um 13 Prozent auf rund 125 Millionen Euro. Für 2024 will Drägerwerk nun eine Dividende von 2,03 Euro zahlen, nach 1,80 Euro im Vorjahr. Beim aktuellen Kurs ergibt sich damit eine Dividendenrendite von 3,2 Prozent.
Für die Drägerwerk-Aktie ging es am Freitag 2,4 Prozent aufwärts, aktuell ist sie im Xetra-Handel weitere 0,3 Prozent im Plus und kostet 64,00 Euro (Stand: 31.3.2025, 9:54 Uhr). Der Kurs war 2021 abgestürzt und stagnierte in den letzten zwei Jahren auf niedrigem Niveau. Seit November erlebt die Aktie einen steilen Anstieg. Auf Monatssicht ist sie 16 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 26,5 Prozent an Wert gewonnen.
Wichtig für Drägerwerk ist vor allem, dass das Unternehmen die Nachfrage außerhalb Chinas steigern kann. Hier hatte der Konzern während der Corona-Krise starke Geschäfte gemacht, der Aktienkurs brach danach aber zusammen mit der Nachfrage ein. In der Vergangenheit hatte Drägerwerk zudem immer wieder Margenprobleme – hier wird es darauf ankommen, dass das Unternehmen auch ohne Einmaleffekte an das starke Ergebnis aus 2024 anknüpfen kann.
Es bleiben also Unsicherheiten bei der Drägerwerk-Aktie. Auf fünf Jahre gesehen ist sie auch nach den Zugewinnen in den letzten Monaten rund 37 Prozent im Minus. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2025 ist mit 12 weiter moderat. Für mutige Anlegerinnen und Anleger kann die Aktie eine Option sein. Wer defensiver investiert, sollte abwarten, wie sich die Geschäfte 2025 entwickeln.
Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz.: ISIN DE0005550636 / WKN 555063
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