Drägerwerk hat sein Ergebnis deutlich gesteigert und mehr Aufträge erhalten. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien

Drägerwerk verfehlt Umsatzprognose, Gewinn besser als erwartet

Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz erzielt als erhofft. Das operative Ergebnis übertraf hingegen die Erwartungen.

Der Umsatz stagnierte nach vorläufigen Zahlen auf dem laut Unternehmen "hohen Wert des Vorjahres" bei 3,4 Milliarden Euro. Bereinigt um die negativen Währungseffekte des starken Euro, stieg der Umsatz um 0,6 Prozent. Der Konzern verfehlte damit allerdings die eigene Prognose: Eigentlich hatte Drägerwerk ein währungsbereinigtes Wachstum zwischen 1 und 3 Prozent in Aussicht gestellt.

Operatives Ergebnis und Marge gesteigert

Gleichzeitig stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 19 Prozent auf 197 Millionen Euro. Neben der operativen Geschäftsentwicklung beeinflussten mehrere ergebniswirksame Einmaleffekte in Höhe von rund 22 Millionen Euro das EBIT positiv, so Drägerwerk.

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Die EBIT-Marge stieg um 18 Prozent auf 5,8 Prozent und lag damit knapp über der letzten Prognose, die eine Spanne von 4,0 bis 5,5 Prozent in Aussicht gestellt hatte. Der Auftragseingang lag mit rund 3,4 Milliarden Euro währungsbereinigt 3,4 Prozent über dem hohen Vorjahreswert.

Dabei konnten beide Sparten des Unternehmens, Sicherheitstechnik und Medizintechnik, mehr Bestellungen verzeichnen. Im Segment Medizintechnik sank allerdings der Umsatz leicht, hier litt der Konzern das ganze Jahr unter fehlenden Nachholeffekten und schwierigen Marktbedingungen in China.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Drägerwerk einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 1 bis 5 Prozent und eine EBIT-Marge von 3,5 bis 6,5 Prozent.

An der Börse fiel die Reaktion auf die Zahlen positiv aus, hier standen die guten Ergebnisse und die positive Auftragsentwicklung offenbar im Vordergrund. Im Xetra-Handel ist die Drägerwerk-Aktie aktuell 7,4 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 52,60 Euro (Stand: 16.1.2025, 11:51 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 15,7 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 0,4 Prozent im Minus.

In der Vergangenheit waren vor allem die niedrigen Margen ein Problem für Drägerwerk, diese hat der Konzern nun trotz herausfordernder Marktbedingungen steigern können. In den Corona-Jahren verzeichnete das Unternehmen eine hohe Nachfrage insbesondere nach Beatmungstechnik, die mittlerweile vor allem in China wieder eingebrochen ist.

Insbesondere zwischen Juni 2021 und September 2022 hat die Aktie deutlich an Wert verloren. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2024 wie auch für 2025 bei niedrigen 9. Wenn sich die Geschäfte des Konzerns nun wieder verbessern, kann das auch zu einer Kurserholung führen. Aktuell sieht ECOreporter die Aktie als mögliche Option für mutige Anlegerinnen und Anleger.

Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz.: ISIN DE0005550636 / WKN 555063

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