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Drägerwerk verzeichnet Gewinnanstieg, auch Umsatz legt zu
Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk hat im zweiten Quartal 2024 mehr Umsatz erzielt und einen deutlich höheren Gewinn verzeichnet. Dabei profitierte das Unternehmen allerdings vor allem von Einmaleffekten.
Nach vorläufigen Zahlen hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen April und Juni mit rund 41 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Dazu trugen Einmaleffekte in Höhe von rund 20 Millionen Euro bei. Zu diesen Effekten zählten laut Unternehmen "unter anderem der Verkauf einer nicht zum Kerngeschäft gehörenden lokalen Geschäftsaktivität und die Veräußerung eines Grundstücks".
Auftragseingang steigt, schwächelndes China-Geschäft wird kompensiert
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 1,7 Prozent auf rund 785 Millionen Euro. Gut laufende Geschäfte mit Sicherheitstechnik glichen laut Drägerwerk Schwächen in der Medizintechnik aus. In der Sparte leidet das Unternehmen unter der deutlich rückläufigen Nachfrage nach Beatmungsgeräten, die im ersten Quartal 2023 noch durch China gestützt worden war.
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Der vorläufig berechnete Auftragseingang stieg laut Mitteilung im ersten Halbjahr währungsbereinigt um 0,9 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro und lag damit über dem "hohen Vorjahresniveau" von 1,59 Milliarden Euro. Auch hier hätten andere Aufträge den Rückgang in der Medizintechnik kompensiert.
Drägerwerk bestätigte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr und erwartet demnach weiter einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 1,0 bis 5,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 2,5 bis 5,5 Prozent. Aufgrund der weiterhin moderaten Nachfrageentwicklung in der Medizintechnik rechnet das Unternehmen allerdings eher mit einem Umsatzwachstum in der unteren Hälfte der Prognosespanne. Die EBIT-Marge wird aufgrund der Einmaleffekte am oberen Ende der Spanne erwartet.
Die Drägerwerk-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 0,2 Prozent im Plus zum Freitag bei 52,90 Euro (Stand: 15.7.2024, 11:09 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 4,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 16 Prozent zugelegt.
Verbesserungen zum ersten Quartal
Nachdem Drägerwerk im ersten Quartal aufgrund des schwächeren China-Geschäfts noch einen Umsatzrückgang hinnehmen musste, gelingt es nun offenbar besser, die Ausfälle zu kompensieren. Der Konzern hatte bereits in seinem ersten Ausblick 2024 darauf hingewiesen, dass der Wegfall von Nachholeffekten das Wachstum deutlich verlangsamen werde. Während der Corona-Krise hatte Drägerwerk eine Rekordnachfrage verzeichnet.
ECOreporter ist weiterhin skeptisch bei der Aktie, die niedrigen Margen bleiben ein Problem des Unternehmens. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2024 bei moderaten 11, die Aktie schwankte aber in den letzten Jahren immer wieder stark: Auf fünf Jahre betrachtet ist der Kurs 5,8 Prozent im Plus, auf drei Jahre gesehen 35 Prozent im Minus. Nach den deutlichen Korrekturen besteht aber wieder die Chance auf eine Kurserholung, wenn sich die Geschäfte des Konzerns weiter verbessern.
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Drägerwerk AG & Co. KGaA Vz.: ISIN DE0005550636 / WKN 555063