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DWS zieht sich teilweise aus Klimabündnis zurück
Die Deutsche Bank-Tochter DWS knickt vor dem Klimawandelleugner Donald Trump ein, ihre US-Gesellschaften haben das Klimabündnis Net Zero Asset Managers Initiative (NZAM) verlassen.
Die NZAM-Initiative ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Vermögensverwaltern aus aller Welt, die mit dazu beitragen wollen, dass sich die Erde nicht um mehr als 1,5 Grad aufheizt. Das Bündnis hatte seine Tätigkeit Anfang 2025 vorübergehend eingestellt, nachdem der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock ausgetreten war. BlackRock begründete seinen Rückzug mit nicht näher ausgeführten rechtlichen Bedenken. Haupttreiber für den Austritt dürfte die Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten gewesen sein. Trump bekämpft den Kllimaschutz, wo er kann, und droht Finanzkonzernen mit Repressalien, falls sie sich für ökologische Ziele einsetzen sollten.
„Ein Armutszeugnis“
Mittlerweile hat die NZAM ihre Arbeit wieder aufgenommen, bekennt sich aber nicht mehr zum Netto-Null-Ziel für 2050. Die Zahl der Mitglieder ist seit 2024 von 325 auf nach eigenen Angaben „mehr als 250“ geschrumpft. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sind darunter nur noch 12 US-Unternehmen. Auch die DWS hat ihre US-Töchter aus der NZAM abgezogen. Das Finanzhaus begründete dies auf Anfrage des „Handelsblatts“ mit „komplexeren regulatorischen Anforderungen“ beim Thema Nachhaltigkeit und einer wachsenden „Anti-ESG-Stimmung“ in Teilen der Welt.
„Dass die DWS nur noch ihre europäischen Gesellschaften in der NZAM-Initiative belässt, ist ein Armutszeugnis“, kommentiert die Umweltorganisation urgewald die Entscheidung. „Es scheint, als ob selbst der neue Ansatz der NZAM, der den Mitgliedern enorm viel Spielraum lässt, für die DWS zu viel ist.“
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