Enapter will über eine Kooperation seine Wasserstoff-Elektrolyseure bald auch in China anbieten. / Foto: Unternehmen

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Enapter gründet Gemeinschaftsunternehmen in China

Der Berliner Elektrolyseur-Hersteller Enapter hat ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) mit dem chinesischen Elektromotoren-Produzenten Wolong Electric Group gegründet. Über die Kooperation soll eine Produktion in China aufgebaut werden.

Das Joint Venture soll laut Mitteilung von Enapter Zellenpakete, sogenannte Stacks, erwerben und daraus Elektrolyseure, also Wasserstoffgeneratoren, vor Ort in China und für den chinesischen Markt produzieren. Bisher ist Enapter in China weder mit einer Produktion noch im Vertrieb vertreten. Ein Zeitplan für den Produktionsstart wurde nicht genannt.

Zellen-Produktion bleibt in Pisa

Wolong wird an dem Joint Venture 51 Prozent der Anteile halten, Enapter 49 Prozent. Die Chinesen würden dabei „2 Millionen Euro in bar in die Joint Venture Gesellschaft einlegen sowie für die ausreichende Ausstattung mit Finanzierungs- und Produktionsmitteln sowie Personal vor Ort Sorge tragen, um die Produktion, den Vertrieb und den Support aufzubauen”, so Enapter. Das Berliner Unternehmen will dem Joint Venture wiederum eine exklusive Lizenz für den Vertrieb und die Produktion von AEM-Elektrolyseuren in China gewähren.

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Dafür soll Enapter eine Lizenzgebühr von 3 Prozent vom künftigen Umsatz erhalten. Die Berliner werden für das Joint Venture außerdem kostenpflichtige Ingenieurleistungen und technischen Support bereitstellen. Die Produktion der Stacks, die das Herzstück der AEM-Elektrolyseure darstellen, erfolgt laut Enapter weiterhin am Standort im italienischen Pisa.

Die Enapter-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 2,5 Prozent im Minus zum Montag und kostet 7,80 Euro (Stand: 30.1.2024, 10:04 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 15,4 Prozent im Minus, seit dem Börsenstart im Oktober 2020 hat sie 66,3 Prozent ihres Werts eingebüßt.

In Pisa produziert Enapter seine Geräte noch in Handarbeit, laut Unternehmen sind die Kapazitäten dort mittlerweile ausgereizt und können auch nicht weiter ausgebaut werden. Seit 2022 baut Enapter in Saerbeck im Münsterland daher den sogenannten Enapter Campus, ein Forschungs- und Produktionszentrum, in dem das Unternehmen erstmals Elektrolyseure in Serienfertigung herstellen will.

Spekulatives Investment

Bislang allerdings wird die Nachfrage noch vollständig durch die Produktion in Pisa gedeckt. In Saerbeck ist zwar laut Enapter-Chef Jürgen Laakmann „alles dafür vorbereitet, die Produktion hochzufahren, sollten der Markt anziehen und die Produktionskapazitäten nicht mehr ausreichen“. Das wird nach Einschätzung des Managers aber voraussichtlich nicht vor 2025 der Fall sein.

Von der Gewinnschwelle ist Enapter weit entfernt. Wie die meisten Wertpapiere aus dem Wasserstoff-Sektor ist die Aktie ein spekulatives Investment und höchstens für sehr risikofreudige Anlegerinnen und Anleger eine Option.

Lesen Sie für mehr Informationen zu Wasserstoff-Investments das ECOreporter-Dossier Von Plug Power bis Linde: Das sind die besten Wasserstoff-Aktien.

Enapter AG: ISIN DE000A255G02 / WKN A255G0

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