Energiekontor hat einen Solarpark in den Eigenbestand übernommen. / Foto: Energiekontor

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Energiekontor nimmt Solarpark in Betrieb – Chemiekonzern als Kunde

Das Bremer Grünstromunternehmen Energiekontor nimmt einen Solarpark in Baden-Württemberg in Betrieb und erweitert damit seinen Eigenbestand. Stromabnehmer ist der Leverkusener Chemieparkbetreiber Currenta.

Der durchschnittlich erwartete Jahresertrag des Solarparks Königsfeld liegt laut Energiekontor bei rund 5,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) – ausreichend, um rechnerisch rund 1.700 durchschnittliche Haushalte in Deutschland mit Strom zu versorgen. Der Park wird Teil des Portfolios an konzerneigenen Wind- und Solarparks.

Mehr Anlagen im Eigenbestand

Die Gesamterzeugungsleistung des Eigenparkportfolios von Energiekontor erhöht sich laut Unternehmen damit auf rund 450 Megawatt (MW), verteilt auf 36 Wind- und vier Solarparks. Der Solaranteil steigt mit der Inbetriebnahme von Königsfeld auf 20 Prozent.

Energiekontor bietet aktuell die Unternehmensanleihe 2025 an. Die ausführliche ECOreporter-Analyse des Angebots können Sie hier frei zugänglich lesen und als kostenloses PDF herunterladen.

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Derzeit befinden sich Energiekontor zufolge sieben weitere Parks mit einer Gesamterzeugungsleistung von rund 200 MW im Bau oder in den Bauvorbereitungen. Das Eigenparkportfolio des Konzerns soll damit auf mindestens 650 MW anwachsen.

Königsfeld verfügt den Angaben zufolge über einen EEG-Zuschlag der Bundesnetzagentur. Für die ersten Jahre haben Energiekontor und Currenta zudem einen langfristigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) abgeschlossen. Der Chemiekonzern will damit Energieanwendungen an mehreren Standorten klimafreundlicher gestalten.

Die Energiekontor-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,9 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 45,20 Euro (Stand: 24.9.2025, 10:55 Uhr). Auf Monatssicht büßte die Aktie 0,8 Prozent ein, im Jahresvergleich gab der Kurs um 18,6 Prozent nach.

Gewinn deutlich gestiegen

Im ersten Halbjahr 2025 hat Energiekontor seinen Gewinn verdoppelt und erklärt, sein US-Geschäft aufzugeben. Das Management erklärte zudem, man sei zuversichtlich, "die Wachstumsziele der Strategie 2023 bis 2028 planmäßig zu erreichen". Ziel ist damit weiterhin, im Geschäftsjahr 2028 einen Gewinn vor Steuern (EBT) von 120 Millionen Euro zu erreichen.

Die Energiekontor-Aktie schwankte wie viele Erneuerbare-Energien-Papiere in den letzten Monaten stark und steht angesichts der zahlreichen Herausforderungen in der Branche – etwa hohe Kosten und Projektverzögerungen – weiterhin unter Druck.  

Langfristig sieht ECOreporter aber eine gute Perspektive für Energiekontor. Im schwierigen Geschäftsjahr 2024 haben die Bremer gezeigt, dass sie trotz aller Schwierigkeiten weiter profitabel arbeiten. An den mittelfristigen Gewinnzielen hat der Konzern stets festgehalten, nun verbessern sich die Ergebnisse wieder. Für risikoaffine Anlegerinnen und Anleger mit einem langen Investment-Horizont kann die Aktie weiter eine Option sein. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie liegt für 2025 bei niedrigen 11.

Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier.

Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350

(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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