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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
Energiekontor schließt Stromabnahmeverträge mit Stahlkonzern Salzgitter
Der Bremer Wind- und Solarparkbetreiber Energiekontor hat mit einer Tochter des Stahlkonzerns Salzgitter langfristige Stromlieferverträge für zwei Solarparkprojekte in Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen. Der ECOreporter-Aktien-Favorit will die beiden erst kürzlich zur Baureife geführten Projekte nach Inbetriebnahme in den Eigenbestand übernehmen.
Die Baugenehmigung für die Solarparks hatte Energiekontor 2023 erhalten, gemeinsam sollen sie eine Erzeugungsleistung von rund 113 Megawattpeak (MWp) besitzen. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2026 geplant.
Wie gut ist die Energiekontor-Aktie?
Für beide Projekte haben Energiekontor und die Salzgitter Flachstahl GmbH nun Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) über 15 Jahre abgeschlossen. Mit Inbetriebnahme der Anlagen wird Energiekontor Salzgitter Flachstahl jährlich mit mehr als 120 Gigawattstunden grünem Strom versorgen – laut Energiekontor ausreichend, um rein rechnerisch nahezu 84.000 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen.
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"Starke Kooperationen wie die zwischen der Salzgitter Flachstahl GmbH als einer der führenden Hersteller hochwertiger Stahlprodukte und uns als unabhängiger Energieversorger machen die Energiewende erst möglich", so Energiekontor-Chef Peter Szabo. "Gleichzeitig nimmt die Realisierung und technologische Diversifizierung unserer eigenen Projektpipeline weiter an Fahrt auf, und das frei von staatlicher Förderung – für uns eine wichtige strategische Stoßrichtung".
Die Energiekontor-Aktie notierte am Dienstagabend im Tradegate-Handel 2,2 Prozent im Plus zum Vortag bei 55,70 Euro (Stand: 24.9.2024, 19:01 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 3,6 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 31,5 Prozent an Wert verloren.
Energiekontor hat aktuell insbesondere mit Verzögerungen im Projektgeschäft zu kämpfen, der Konzern erwartet daher, dass Einnahmen sich in die Jahre 2025 und 2026 verschieben. Für das Gesamtjahr 2024 geht das Management weiterhin davon aus, dass der Vorsteuerkonzerngewinn (EBT) "spürbar unter dem Konzern-EBT 2023 liegen" und eine Bandbreite von 30 bis 70 Millionen Euro erreichen wird. Bis 2028 strebt Energiekontor ein EBT von 120 Millionen Euro an.
ECOreporter sieht in einem zwischenzeitlichen Ergebnisrückgang in diesem Jahr kein Problem. Die langfristigen Aussichten von Energiekontor sind intakt, solange sich Einnahmen nur verschieben und nicht ausfallen. Zudem sorgen die Grünstromanlagen im eigenen Bestand für verlässliche Umsätze durch den Verkauf von Strom.
Als langfristiges Investment bleibt die Energiekontor-Aktie interessant. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21 für 2024 ist nach Einschätzung der Redaktion noch vertretbar für einen Einstieg. Für 2025, wenn das Ergebnis wieder steigen soll, liegt das erwartete KGV bei günstigen 10. In den letzten drei Jahren schwankte die Aktie stark, auf fünf Jahre betrachtet ist sie 226 Prozent im Plus.
Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier.
Die Energiekontor-Unternehmensanleihe 2023 hat ECOreporter hier analysiert.
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Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350