Der Verkauf mehrerer Projekte bei Energiekontor verzögert sich. / Foto: Flying-Digicam, Energiekontor

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Energiekontor senkt Jahresprognose nun doch – Verkäufe verzögern sich

Der Bremer Grünstromkonzern Energiekontor streicht wegen Verzögerungen bei Projektverkäufen in Deutschland und Großbritannien sein Gewinnziel für 2024. Zuletzt hatte der ECOreporter-Aktien-Favorit seine Jahresprognose noch bestätigt.

Für 2024 erwartet Energiekontor nun ein Vorsteuergewinn (EBT) von etwa 23 bis 27 Millionen Euro. Die bisherige Ergebnisprognose sah ein EBT in einer Bandbreite von 30 bis 70 Millionen Euro vor. Bei Veröffentlichung der Zahlen zu den ersten neun Monaten 2024 hatte der Konzern diesen Ausblick noch bestätigt. ECOreporter berichtete hier.

Langfristige Prognose bestätigt

Mehrere derzeit noch laufende Verkäufe in Deutschland und Großbritannien können laut Unternehmen nicht mehr wie geplant bis Jahresende 2024 zum Abschluss gebracht werden. Der Grund dafür seien Projektverzögerungen und Lieferkettenprobleme.

Eine aktuelle ECOreporter-Einschätzung der Energiekontor-Aktie finden Sie im Premium-Bereich. Weitere Analysen zu Aktien aus dem Erneuerbare-Energien-Sektor lesen Sie in den jeweils zweiteiligen ECOreporter-Dossiers zu Windaktien und zu Solaraktien.

Aktuell befindet sich zudem die Unternehmensanleihe 2024 der Energiekontor AG in der Platzierung. Die Anleihe verspricht einen Zinssatz von 5,25 Prozent pro Jahr und kann ab 3.000 Euro gezeichnet werden. ECOreporter hat das Angebot hier analysiert.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Die noch ausstehenden Projektverkäufe will Energiekontor im ersten Quartal 2025 abschließen. Dies bedeutet laut Unternehmen, dass sich etwa 40 bis 45 Millionen Euro von 2024 ins kommende Jahr verschieben werden.

Trotz der unerwarteten Ergebnisverschiebung bewerte man "die Aussichten für die kommenden Geschäftsjahre sehr positiv", so das Unternehmen. An seiner mittelfristigen Wachstumsstrategie hält Energiekontor fest. Bis 2028 peilt das Unternehmen ein Vorsteuerergebnis von rund 120 Millionen Euro an.

An der Börse verfing offenbar vor allem die Bestätigung der langfristigen Prognose als gute Nachricht. Im Xetra-Handel war die Aktie am Mittwochnachmittag 5,9 Prozent im Plus und kostete 42,80 Euro (Stand: 4.12.2024, 15:06 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 3,6 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 37,1 Prozent eingebüßt.

Die Energiekontor-Aktie hat seit Mitte 2023 an Wert verloren und dabei immer wieder deutlich geschwankt. Bereits im ersten Halbjahr 2024 musste der Konzern aufgrund von Projektverzögerungen Rückgänge bei der Gesamtleistung und beim Ergebnis hinnehmen.

Langfristig weiter attraktiv

Trotzdem bleibt die Aktie nach Einschätzung von ECOreporter als langfristiges Investment interessant. Solange sich Einnahmen nur verschieben und nicht ausfallen, bleibt Energiekontor solide aufgestellt. Momentan befinden sich laut Unternehmen Wind- und Solaranlagen mit einem Leistungsumfang von insgesamt rund 370 Megawatt im Bau. Diese sollen überwiegend in den folgenden zwei Jahren in Betrieb genommen werden. Energiekontor baut auch den Bestand an eigenen Grünstromanlagen beständig aus. Das sorgt für verlässliche Umsätze durch den Verkauf von Strom.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie von 16 für 2024 ist nach Einschätzung der Redaktion weiter moderat genug für einen Einstieg. Für 2025, wenn der Gewinn wieder steigen soll, liegt das erwartete KGV bei günstigen 7. Anlegerinnen und Anleger sollten fähig sein, vorerst weitere Rücksetzer beim Kurs auszuhalten. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass sich mit steigenden Ergebnissen auch der Aktienkurs wieder erholt.

Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier.

Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350

(Aktuelle Kursdaten zu der Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)

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