Einfach E-Mail-Adresse eintragen und auf "Abschicken" klicken - willkommen!

Erdbeben in Taiwan: TSMC muss Chip-Produktion stoppen
Taiwan ist in der Nacht zum Dienstag von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Der Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) evakuiert mehrere Werke und stoppt vorerst die Produktion.
Aktuell stehen fünf Fabriken still, wie das Unternehmen erklärte. In Taiwan gibt es regelmäßig Erdbeben, das aktuelle Beben erreichte eine Stärke von 6,4 auf der Richterskala.
Produktion soll zügig wieder aufgenommen werden
Bei stärkeren Beben evakuiert TSMC Fabriken in betroffenen Regionen routinemäßig. Die Evakuierungen und Abschaltungen sind laut Unternehmen Sicherheitsmaßnahmen, um das Personal nicht zu gefährden und Schäden an den Maschinen zu vermeiden.
Eine aktuelle Einschätzung der TSMC-Aktie finden Sie im Premium-Bereich. Lesen Sie auch den ECOreporter-KI-Überblick In Künstliche Intelligenz investieren: die nachhaltigsten KI-Aktien und das umfangreiche Dossier Zwischen KI-Boom und PC-Flaute: Bei diesen nachhaltigen Chip-Aktien kann sich der Einstieg lohnen.
Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.
Die Maschinen sind teils eigene Anfertigungen, die auf die Erdbebengefahr ausgerichtet sind. Sie wurden seit 2016 von Taiwans Halbleiterherstellern nach einem starken Erdbeben entwickelt, das zu einem längeren Produktionsausfall führte.
Zuletzt hatte TSMC seine Fertigung nach einem starken Erdbeben im April 2024 zwischenzeitlich gestoppt. Wie damals ist laut Unternehmen jetzt nicht mit größeren Schäden und damit einem längeren Produktionsausfall zu rechnen.
Die Fabriken sollen nun einer Inspektion unterzogen werden. Dabei geht es etwa darum, ob Wasser- und Stromversorgung sowie Sicherheitssysteme einwandfrei funktionieren. Sollte das der Fall sein, will TSMC die Produktion wieder aufnehmen und gleichzeitig eine detailliertere Untersuchung starten.
Weiter teilte TSMC mit, dass seine Fabrikbaustellen nicht betroffen seien. Auch hier soll der reguläre Betrieb nach der Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen fortgesetzt werden.
Die TSMC-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 2,6 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 206,50 Euro (Stand: 21.1.2025, 12:01 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 5,5 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sich ihr Wert rund verdoppelt.
TSMC profitiert enorm vom Boom rund um Künstliche Intelliggenz (KI), zuletzt konnte das Unternehmen neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn erzielen. Der weltgrößte Auftragsfertiger ist der wichtigste Hersteller von Chips für KI-Anwendungen.
Risikofaktoren China und Trump
Allerdings gibt es für das Unternehmen politische Risiken. Zum einen ist das China: Die Volksrepublik betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Die USA befürchten, dass China versuchen wird, die Insel in den kommenden Jahren zu annektieren. TSMC produziert den Großteil seiner Halbleiter in Taiwan.
In den USA wiederum befürchten Experten, dass Präsident Donald Trump Subventionen aus dem sogenannten CHIP-Act der Biden-Regierung kürzen oder streichen könnte. TSMC profitiert von solchen Fördermitteln: Im Bundesstaat Arizona will der Konzern mehrere Fabriken bauen, die die aktuell modernsten Fertigungsmethoden verwenden sollen. Zudem könnten Zölle die TSMC-Chips aus Taiwan teurer machen.
ECOreporter sieht die TSMC-Aktie aufgrund der politischen Risiken weiterhin nur als ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger. So überhitzt wie etwa das Papier von Nvidia ist die TSMC-Aktie trotz der enormen Kursgewinne in den letzten zwei Jahren allerdings nicht: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt bei vertretbaren 30, für 2025 wird es bei 23 erwartet. Dennoch könnte es bei einem Nachlassen des KI-Hypes oder politischen Veränderungen zu empfindlichen Rücksetzern kommen. Die erwartete Dividendenrendite ist mit 1,5 Prozent für einen Tech-Konzern ordentlich.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800
(Aktuelle Kursdaten zur Aktie erhalten Sie, wenn Sie auf das Symbol hinter der WKN klicken.)
Verwandte Artikel
09.03.26
>