TSMC will seine Produktionskapazitäten weiter ausbauen. / Foto: TSMC

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TSMC baut zwei weitere Fabriken in Taiwan

Der taiwanesische Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat den Bau von zwei weiteren Fabriken in Taiwan angekündigt. Damit will der Konzern einen wichtigen Standort erweitern, an dem bereits mehrere Werke entstehen.

Die beiden Fabriken mit den Bezeichnungen P4 und P5 sind Teil des Produktionserweiterungsprogramms von TSMC, das den Bau von fünf Fabriken in Kaohsiung im Südwesten der Insel Taiwan vorsieht. P4 und P5 werden neben der dritten Fabrik P3 errichtet und sollen 2027 fertiggestellt sein.

Nachfrage bei 2-Nanometer-Chips höher als angenommen

Die erste Fabrik in Kaohsiung, P1, ist nach Angaben von TSMC nahezu fertig, die Installation der Produktionsanlagen läuft. Im nächsten Jahr will TSMC dort mit der kommerziellen Massenproduktion seiner 2-Nanometer-Chips beginnen. Je kleiner die Strukturbreite, desto leistungsfähiger und energieeffizienter sind Mikrochips. Die 2-Nanometer-Halbleiter sind laut TSMC 10 bis 15 Prozent schneller als N3E, eine verbesserte Version der 3-Nanometer-Chips.

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Der Bau der zweiten Fabrik, P2, soll im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Sie wird ebenfalls 2-Nanometer-Chips produzieren. Die dritte Fabrik, P3, soll dann voraussichtlich 2026 fertig sein. Hier ist entweder die 2-Nanometer-Fertigung geplant oder die Anwendung "anspruchsvollerer Technologien", so TSMC.  Welche Fertigungsprozesse in P4 und P5 geplant sind, ließ der Konzern offen.

Auf einer Investorenkonferenz Mitte Oktober hatte TSMC-Chef C.C. Wei erklärt, dass die Nachfrage nach 2-Nanometer-Chips noch größer sei als erwartet. Der Konzern plant daher mit mehr Produktionskapazitäten als ursprünglich vorgesehen. Neben P1 verfügt TSMC noch über eine weitere 2-Nanometer-Fabrik in der Gemeinde Baoshan, ebenfalls in Taiwan. Auch diese Fabrik soll 2025 die Massenproduktion aufnehmen.

Im Tradegate-Handel ist die TSMC-Aktie aktuell 0,3 Prozent im Plus zum Freitag und kostet 194,00 Euro (Stand: 30.12.2024, 10:46 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 12,7 Prozent zugelegt, auf Jahressicht ist der Kurs um 105 Prozent gestiegen.

TSMC hat in der jüngeren Vergangenheit enorm vom KI-Boom profitiert. In den letzten fünf Jahren hat sich der Wert der Aktie fast vervierfacht. Das Unternehmen erzielt Rekordgewinne und übertrifft regelmäßig die bereits hohen Markterwartungen. Die aktuell modernsten Chip-Varianten werden langfristig zudem auch über den KI-Sektor hinaus gefragt sein.

Aktie mit politischen Risiken

Das größte Risiko für TSMC ist China. Der Konzern produziert den Großteil seiner Halbleiter in Taiwan, das von China als abtrünnige Provinz betrachtet wird. Die USA befürchten, dass das Regime der Volksrepublik versuchen wird, Taiwan in den nächsten Jahren zu annektieren. Zwar investiert der Konzern in den Ausbau der Kapazitäten im Ausland, unter anderem auch in Deutschland. Doch die Abhängigkeit von Taiwan als Standort bleibt hoch.

Eine weitere Belastung könnte die Ausweitung von Zöllen durch die USA unter Donald Trump werden. Hier ist noch unklar, wie stark diese TSMC betreffen werden. Auf einer Investorenkonferenz im Januar will der Konzern sich dazu äußern.

ECOreporter sieht die TSMC-Aktie daher weiterhin nur als ein Investment für mutige Anlegerinnen und Anleger. Zu teuer ist die Aktie nicht: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2024 liegt bei vertretbaren 24. Die erwartete Dividendenrendite ist mit 1,5 Prozent für einen Tech-Konzern ordentlich.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR:  ISIN US8740391003 / WKN 909800

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