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ETF-Test: Xtrackers MSCI Global Circular Economy UCITS ETF 1C
Der Xtrackers MSCI Global Circular Economy ETF steht dem Nahmen nach für Investitionen in die Kreislaufwirtschaft. Tatsächlich ist er aber auf ein breiter gefasstes Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen ausgerichtet. Wie grün ist das Portfolio tatsächlich? ECOreporter hat nachgeprüft.
Anbieter des ETFs ist Xtrackers, eine Tochter der Fondsgesellschaft DWS. Die wiederum gehört zur Deutschen Bank. Kein allzu gutes Omen für eine strenge Nachhaltigkeit, denn ein beträchtlicher Teil des Geldes, das Xtrackers und DWS anlegen, steckt in Kohle, Erdöl und Rüstung. Gegen die DWS gibt es immer wieder Greenwashing-Vorwürfe; in der Vergangenheit zahlte das Unternehmen in den USA und Deutschland Bußgelder in Höhe von insgesamt ungefähr 41 Millionen Euro (ECOreporter berichtete hier).
Finanzen / Risiko
Der ETF startete im Dezember 2022. Da er damit noch nicht ganz drei Jahre am Markt ist, erhält er keine Finanznote.
Die Jahresgebühren sind mit 0,35 Prozent etwas höher als bei anderen ETFs, aber immer noch günstig. ECOreporter empfiehlt eine Haltedauer von fünf, besser sieben Jahren.
Nachhaltigkeitskonzept
Der ETF investiert in 222 kleine, mittlere und große Unternehmen weltweit. Diese stammen sowohl aus Industrie- als auch aus Schwellenländern. Der ETF bildet einen Index des US-Finanzkonzerns MSCI nach; Auswahl und Bewertung der Aktien kommen von MSCI.
Die Unternehmen im ETF müssen Produkte und Dienstleistungen anbieten, die "nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen". Das ist die Definition des sogenannten UN-Nachhaltigkeitsziels 12, eines von 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, die 2015 von den Vereinten Nationen festgelegt wurden. Konkret müssen Unternehmen im ETF mindestens die Hälfte ihrer Umsätze mit Geschäften machen, die nach Einschätzung von MSCI in sechs Kategorien gehören:
- Alternative Energie
- Energieeffizienz
- Grünes Bauwesen
- Nachhaltige Wasserwirtschaft
- Vermeidung von Umweltverschmutzung
- Nachhaltige Agrarwirtschaft
Der Begriff "Alternative Energie" umfasst neben Erneuerbarer Energie auch Atomkraft.
Zusätzlich müssen Unternehmen bei der Nachhaltigkeitsbewertung von MSCI eine bestimmte Mindestnote erhalten. Außerdem gelten Ausschlusskriterien.
Anders, als die Bezeichnung "Global Circular Economy" im Namen des ETFs suggeriert, geht es also nicht allein um die Kreislaufwirtschaft, sondern vor allem um den Beitrag zu einem verantwortungsvolleren Konsum- und Produktionsverhalten insgesamt.
Ausschlusskriterien
Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, die an Geschäften mit geächteten Waffen und Atomwaffen beteiligt sind, zivile Schusswaffen herstellen oder gegen den UN Global Compact verstoßen, also etwa Menschen- und Arbeitsrechte grob verletzen. Auch Produzenten von Tabakprodukten und Unternehmen, die Kohle fördern, sind komplett tabu.
Ebenfalls ausgeschlossen werden Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes etwa mit der Stromerzeugung aus Kohle oder Atomkraft erzielen. Die gleiche Umsatzschwelle gilt für unkonventionelle Förderung von Öl und Gas. Unkonventionell meint besonders eine Gewinnung aus Ölsanden oder -schiefer. Explizit nicht von diesem Ausschluss betroffen sind etwa Tiefseebohrungen, auch nicht in der Arktis. Für diese "konventionelle" Förderung gelten gar keine Einschränkungen. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premium-Bereich.
So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF
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