Ein Torbogen in Japan. Passt dieser Japan-ETF ins grüne Depot? / Foto: Pixabay

  Fonds / ETF, ETF-Test

ETF-Test: UBS MSCI Japan Socially Responsible ETF – Nachhaltigkeit auf japanisch?

Der UBS MSCI Japan Socially Responsible ETF verspricht nachhaltige Investments und einen geringen Treibhausgasausstoß. ECOreporter hat getestet, wie grün die Aktienauswahl ausfällt und wie der ETF an der Börse gelaufen ist.

Anbieter des ETFs ist die Schweizer Großbank UBS. Diese verfolgt keine übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie.

Finanzen / Risiko:

Der ETF startete im Juni 2016. Auf ein Jahr gesehen ist er 24,4 Prozent im Plus, der weltweite Aktienindex MSCI World gewann im selben Zeitraum 12,0 Prozent. Auf fünf Jahre legte der ETF starke 117,0 Prozent an Wert, der Kurs des MSCI World stieg um 108,4 Prozent. ECOreporter hat die Finanznote zuletzt im Oktober 2025 neu berechnet.

Die jährlichen Gebühren sind mit 0,22 Prozent auf dem Niveau vergleichbarer ETFs. Der Kurs schwankte in den letzten Jahren deutlich, ECOreporter empfiehlt eine Haltedauer von mindestens sieben, besser zehn Jahren. Der Name des ETFs enthält das Kürzel "hEUR". Das bedeutet, der ETF ist "hedged" und damit durch einen festen Wechselkurs zum japanischem Yen gegen Währungsschwankungen abgesichert. Gleichzeitig kann er aber nicht von günstigen Wechselkursen profitieren.

Nachhaltigkeitskonzept:

Der ETF investiert in 50 mittlere und große japanische Unternehmen. Damit bildet er einen Index des US-Finanzdienstleisters MSCI ab. Die Auswahl der Unternehmen stammt von MSCI.

Die Aktien wählt der ETF mit einem Best-in-Class-Verfahren aus: Die Unternehmen, in die er investiert, müssen zum Viertel mit der höchsten ESG-Benotung innerhalb ihrer Branche gehören. ESG steht für die Bereiche Ökologie (E wie Environment), Soziales (S wie Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (G wie Governance). Zusätzlich gelten Ausschlusskriterien, besonders für fossile Energie.

Ausschlusskriterien:

Der ETF schließt Unternehmen mit jeglicher Verbindung zu geächteten Waffen (etwa Landminen oder Streumunition) und Atomwaffen aus. Verstöße gegen den UN Global Compact und die Produktion ziviler Schusswaffen und von Tabakprodukten werden ebenfalls nicht geduldet. Streng ist der ETF auch bei fossiler Energie: Die Förderung von Kohle, Öl und Gas sind ebenso vollständig tabu wie die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen und Atomkraft. Keine Einschränkungen gibt es bei Verarbeitung und Transport von Öl und Gas.

Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes etwa mit der Produktion von konventionellen Waffen, Alkohol oder Pornografie erzielen, müssen ebenfalls draußen blieben. Eine ausführliche Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premium-Bereich.

So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF:

Die weiteren wichtigen Informationen lesen Sie als ECOreporter-Premium-Leser/-in. Einloggen oder Premium-Leser/-in werden.

...

Verwandte Artikel

15.05.26
 >
15.05.26
 >
16.05.26
 >
27.06.25
 >
24.12.25
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x