Goldwind soll mit staatlicher Unterstützung Windräder zu Dumping-Preisen verkauft haben. / Foto: Goldwind

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EU ermittelt gegen Goldwind – Verdacht auf Wettbewerbsverzerrung

Die Europäische Kommission intensiviert ihre Ermittlungen gegen den chinesischen Windradbauer Goldwind. Das Unternehmen soll sich mit staatlichen Subventionen ungerechtfertigte Vorteile verschafft haben.

„Die Kommission hat den Verdacht, dass Goldwind möglicherweise drittstaatliche Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren könnten“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der EU-Kommission.

Das Schicksal der europäischen Solarbranche droht sich zu wiederholen

Es ist seit Jahren ein offenes Geheimnis, dass China exportorientierte Branchen mit Fördermitteln, Steuervorteilen und günstigen Finanzierungen unterstützt (ECOreporter berichtete unter anderem hier). Auch die Windradgeschäfte von Goldwind und Tochtergesellschaften wie Vensys stehen deshalb schon länger unter Beobachtung der europäischen Wettbewerbshüter.

Bereits im April 2024 hatte die EU-Kommission Untersuchungen eingeleitet, nachdem chinesische Firmen zu sehr niedrigen Preisen Windräder unter anderem nach Spanien, Frankreich und Griechenland geliefert hatten. Die EU sieht die Gefahr, dass sich die chinesischen Subventionen negativ auf den Wettbewerb in Europa auswirken – Ähnliches ist schon lange in der Solarbranche zu beobachten.

Die Kommission vertieft jetzt eigenen Angaben zufolge ihre Ermittlungen gegen Goldwind, um die bisherigen Verdachtsmomente im Detail zu prüfen. Sollte sich bestätigen, dass Goldwind gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstößt, kann die EU Sanktionen gegen den Konzern verhängen.

Lesen Sie auch unseren zweiteiligen Überblick zu Windaktien.

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