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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
First Solar wächst kräftig – Ausblick trotz Trump optimistisch
Der US-Solarmodulhersteller First Solar trotzt weiter der Krise in der Solarbranche, Umsatz und Gewinn konnte der Konzern 2024 deutlich steigern. Auch für 2025 ist das Management optimistisch – obwohl es Unsicherheiten bezüglich der Förderung in den Vereinigten Staaten gibt.
First Solar erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 4,2 Milliarden US-Dollar. 2023 waren es 3,3 Milliarden Dollar. Der Anstieg lag laut Unternehmen in erster Linie an höheren Modulverkäufen. Allein im vierten Quartal legte der Umsatz um 31 Prozent zum Vorjahr auf 1,5 Milliarden Dollar zu.
Gewinn steigt, positiver Ausblick
"Im Jahr 2024 haben wir weiter die Grundlagen für unsere langfristige Wachstumsstrategie geschaffen", sagte First Solar-Chef Mark Widmar. „Wir haben unsere Produktionskapazitäten durch die Inbetriebnahme unserer Anlage in Alabama erweitert, den Bau unserer neuen Anlage in Louisiana vorangetrieben, mit einem neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Ohio die Infrastruktur geschaffen, von der wir erwarten, dass sie Innovationen beschleunigen wird, und ein historisches Volumen an Modulen produziert und ausgeliefert."
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Auch das operative Ergebnis kletterte deutlich von 857 Millionen Dollar im Vorjahr auf 1,4 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von rund 1,3 Milliarden Dollar, 56 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch der Ausblick für 2025 fällt optimistisch aus: First Solar erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz zwischen 5,3 und 5,9 Milliarden Dollar. Das ist mehr, als zuletzt von Analysten prognostiziert. Der Konzern geht davon aus, Module mit einem Leistungsumfang zwischen 19 und 20 Gigawatt absetzen zu können. Der operative Gewinn soll noch einmal deutlich anziehen und in einer Spanne zwischen 1,95 bis 2,3 Milliarden Dollar liegen.
Während die Solarbranche insgesamt in der Krise steckt, laufen die Geschäfte bei First Solar weiter prächtig. Das Unternehmen setzt auf in den USA produzierte Dünnschicht-Module, die eine Alternative zu den üblichen, meist aus China stammenden Modulen aus kristallinem Silizium darstellen.
Mit seiner US-Produktion profitiert First Solar bislang massiv vom Inflation Reduction Act (IRA) – das von der Biden-Regierung verabschiedete Gesetz sieht etwa Steuergutschriften und Fördermittel für grüne Energietechnik vor, die in den USA produziert wird. Für 2025 erwartet der Konzern Steuergutschriften im Umfang von 1,65 bis 1,7 Milliarden Dollar.
Hier gibt es allerdings Unsicherheiten. US-Präsident Donald Trump hat Erneuerbarer Energie den Kampf angesagt. Am Tag seiner Amtseinführung ließ er alle IRA-Mittel zunächst einfrieren – darunter auch eigentlich bereits bewilligte Zahlungen. Experten sind sich uneinig, wie groß die Gefahr ist, dass die Mittel aus dem Gesetz tatsächlich vollständig gestrichen werden.
First Solar erklärte daher, dass die Prognose für 2025 auch davon abhänge, inwieweit der Gesamtbetrag eines zugesagten Produktionskredits dem Konzern tatsächlich zur Verfügung stehen werde. Das Unternehmen hat die IRA-Mittel vor allem zum Ausbau seiner Produktion genutzt.
Starke Aktie mit politischen Risiken
Die First Solar-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 3 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 144,00 Euro (Stand: 26.2.2025, 10:05 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 7,9 Prozent im Minus – insgesamt ging es für den Kurs in den letzten sechs Monaten 30,9 Prozent abwärts. Die Aktie ist allerdings besonders seit 2022 stark gestiegen, auf drei Jahre gesehen gewann sie knapp 132 Prozent an Wert. Auch auf ein Jahr betrachtet ist sie noch 8,4 Prozent im Plus.
First Solar sticht mit seinem guten Absatz und den steigenden Gewinnen in der Solarbranche deutlich hervor. Die hohe Nachfrage in einem schwierigen Umfeld spricht dafür, dass der Ausbau der Produktion sich auch langfristig rentieren dürfte.
Die größten Unsicherheiten für die Aktie schafft im Moment die US-Politik. In Verbindung mit dem in den letzten Jahren stark gestiegenen Börsenkurs kommt ein Einstieg nach Einschätzung von ECOreporter daher aktuell nur für risikobereite Anlegerinnen und Anleger in Frage. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2025 ist mit 7 niedrig. Eine Dividende zahlt First Solar nicht – der Konzern investiert freie Barmittel lieber in eine Verbesserung seiner Marktposition.
First Solar Inc: ISIN US3364331070 / WKN A0LEKM
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