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fox e-mobility: Weiterhin kein Geld von südkoreanischem Investor
Der Düsseldorfer Elektroautobauer fox e-mobility wartet weiter auf ein millionenschweres Darlehen der südkoreanischen Yangji Investment Group. Warum gewinnt die fox-Aktie heute trotzdem 17 Prozent?
Im April hatte fox e-mobility mitgeteilt, eine US-Tochter von Yangji Investment wolle ein Darlehen über insgesamt 10 Millionen Euro an fox e-mobility vergeben. Bis heute ist die erste Tranche von 2 Millionen Euro allerdings nicht in Düsseldorf angekommen.
Nachdem sich die Zahlung mehrfach verzögert hatte, teilte fox e-mobility Ende Oktober mit, Yangji habe den Termin wegen „nicht vorhersehbarer Verzögerungen in Korea für Auslandsinvestitionen“ nicht einhalten können. Die Direktoren von Yangji hätten sich aber schriftlich dazu verpflichtet, am 3. November eine erste Teilzahlung und am 16. November eine zweite zu leisten, jeweils im Umfang von 1 Million Euro.
Schleppende Bearbeitung?
Gestern Abend meldete fox e-mobility, man habe nach wie vor kein Geld erhalten und sei von Yangji per E-Mail darüber informiert worden, „dass die Regulierungsbehörde unerwartet immer noch 'schleppend' mit der Bearbeitung aller notwendigen Genehmigungen für Auslandsinvestitionen vorankommt“. Neue Überweisungstermine seien für den 22. und 30. November vorgesehen.
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Aufgrund der erneuten Zahlungsverzögerung sieht sich fox e-mobility nicht in der Lage, seinen Jahresabschluss 2022 wie zuletzt geplant Ende Dezember zu veröffentlichen.
Trotz der negativen Neuigkeiten ist die fox-Aktie heute mit einem Plus von 17,4 Prozent in den Handel an der Düsseldorfer Börse gestartet. Aktuell kostet sie dort 0,10 Euro (Stand 21.11.2023, 8:14 Uhr).
Aktie verliert 91 Prozent in drei Jahren
Der Kursanstieg dürfte vor allem auf das niedrige Preisniveau zurückzuführen sein. Die Aktie ist bereits seit Jahren ein Spekulationsobjekt – jede Unternehmensmeldung sorgt für gewöhnlich für deutliche Kursbewegungen, die rational teils nicht erklärbar sind. Langfristig ist die Aktie sehr schlecht gelaufen: Auf drei Jahre gesehen hat sie 91 Prozent eingebüßt. Zu ihren besten Zeiten kostete sie fast 2,90 Euro.
ECOreporter rät weiterhin von einem Einstieg in die Aktie ab. fox e-mobility hat große finanzielle Schwierigkeiten und braucht mutmaßlich das Geld von Yangji, um den Geschäftsbetrieb wie geplant fortführen zu können.
Das Unternehmen möchte sein erstes Serienfahrzeug, den elektrischen Kleinwagen Mia 2.0, nach letztem Planungsstand ab 2025 verkaufen. Wie gut die Marktchancen des Mia 2.0 sind, ist unklar. Laut dem letzten veröffentlichten Halbjahresbericht erzielte fox e-mobility von Januar bis Juni 2022 einen Nettoverlust von 1 Million Euro. Die Firma erwirtschaftet noch keine nennenswerten Umsätze.
Aus fox e-mobility soll Foxmia werden
Im Rahmen von Konzernumbauten will sich fox e-mobility in Foxmia umbenennen, von einer deutschen zu einer irischen Aktiengesellschaft (Plc) werden und Tochtergesellschaften in Irland, Deutschland und Großbritannien gründen. Die Unternehmensleitung kommt damit Forderungen von Geldgebern nach. Das operative Geschäft soll weiterhin von München aus gesteuert werden.
In seinem Bestätigungsvermerk des Jahresabschlusses 2021 hatte der Wirtschaftsprüfer auf ein „bestandsgefährdendes Risiko“ bei dem Unternehmen hingewiesen. Die Finanzlage der fox e-mobility AG zeige, „dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann“ (ECOreporter berichtete hier).
fox e-mobility hatte seinen Jahresabschluss 2021 mehrfach verschieben müssen, weil dem Unternehmen „von einem ausländischen Finanzinvestor zugesagte Finanzmittel nicht fristgerecht zur Verfügung gestellt worden“ seien. Im August 2022 hatte die Firma bereits diverse Änderungen im Management vorgenommen.
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fox e-mobility AG: ISIN DE000A2NB551 / WKN A2NB55