Geberit hat in den letzten fünf Jahren 60 Prozent an Börsenwert gewonnen. / Foto: Geberit

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Geberit behauptet sich in schwierigem Markt

Der Schweizer Sanitärtechnikkonzern Geberit erzielt trotz der Flaute im Bausektor weiterhin stabile Gewinne. Wie aussichtsreich ist die ECOreporter-Favoriten-Aktie?

Im ersten Quartal 2025 setzte Geberit 878 Millionen Schweizer Franken (940 Millionen Euro) um. Das sind knapp 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb mit 238 Millionen Franken stabil, der Nettogewinn sank leicht um 1,6 Prozent auf 187 Millionen Franken (200 Millionen Euro).

Das Tagesgeschäft läuft gut

Geberit erklärt die schwächere Gewinnmarge mit Einmalkosten in Höhe von 14 Millionen Franken für die Schließung eines deutschen Keramikwerkes. Nach Angaben des Managements wäre der Gewinn je Aktie ohne die einmaligen Kosten um 5,6 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

Geberit sieht „in einem weiterhin sehr anspruchsvollen Umfeld“ eine „sehr erfreuliche Entwicklung von neu eingeführten Produkten“ sowie Vorzieheffekte beim Großhandel wegen Preiserhöhungen im April. Besonders stark legten die Umsätze im ersten Quartal in der Region Nahost/Afrika mit einem Plus von 15 Prozent zu. Rückläufig war die Umsatzentwicklung nur im schwächelnden chinesischen Markt.

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Für den weiteren Jahresverlauf bleibt Geberit vorsichtig. „Die geopolitischen Risiken und die damit verbundenen makroökonomischen Unsicherheiten haben weiter zugenommen. Insgesamt wird die Weltwirtschaft im Jahr 2025 damit erheblichen Unwägbarkeiten ausgesetzt sein“, heißt es in der Mitteilung zu den Quartalszahlen.

Der Konzern sieht in Europa weiterhin gedämpfte Wachstumsaussichten, hinzu kommen Unsicherheiten wegen der angekündigten US-Zölle. Das Management geht aber weiterhin davon aus, dass sich die Nachfrage in der Bauindustrie nach den starken Rückgängen seit Mitte 2022 in diesem Jahr stabilisieren wird.

Die Aktie erholt sich seit Herbst 2022

Die Geberit-Aktie ist als Schweizer Wertpapier in EU-Ländern nur eingeschränkt handelbar. Mehr dazu erfahren Sie hier. Auf die Aktie gibt es aber einen sogenannten American Depositary Receipt (ADR), einen Hinterlegungsschein, der wie eine Aktie gehandelt werden kann, auch an europäischen Börsen. Im Fall von Geberit entspricht dieser ADR einem Zehntel der regulären Namensaktie. ADRs sind dividendenberechtigt, dementsprechend besteht mit dem Geberit 1/10-ADR ein Anspruch auf ein Zehntel der regulären Dividende. Die Dividendenrendite und das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis entsprechen den Werten der Aktie. (Update 7.5.2025: Seit 2. Mai sind in Deutschland alle Schweizer Aktien wieder regulär handelbar, der Umweg über ADRs ist nicht mehr nötig.)

Am Handelsplatz gettex notiert der Geberit-ADR aktuell 1,6 Prozent im Minus zum Vortag bei 63,00 Euro (Stand: 6.5.2025, 9:43 Uhr). Nach hohen Verlusten 2022 geht es für den Kurs unter teils deutlichen Schwankungen seit zweieinhalb Jahren wieder aufwärts. Auf drei Monate gesehen hat er 20 Prozent gewonnen, auf drei Jahre 21 Prozent. In den letzten fünf Jahren ist der Wert um 60 Prozent gestiegen.

Obwohl Geberit sich in einem schwierigen Marktumfeld gut schlägt, bleibt die Aktie bzw. der ADR nach Einschätzung von ECOreporter ein Investment mit erhöhtem Risiko, vor allem wegen der Unsicherheiten durch die US-Wirtschaftspolitik. Zudem ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von ADR und Aktie mit 32 für 2025 hoch - wer jetzt einsteigt, sollte einen mehrjährigen Anlagehorizont mitbringen. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 liegt bei soliden 2,3 Prozent.

Lesen Sie auch: Nachhaltige Mittelklasse-Aktien: Bei diesen ECOreporter-Favoriten können Sie jetzt noch einsteigen.

Geberit AG Namensaktie (Unsponsored) ADR 1/10: ISIN US36840V1098 / WKN A2PM5R

Geberit AG Namensaktie ISIN CH0030170408 / WKN A0MQWG

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