Fonds / ETF, ECOfondstest

Im Test: I-AM Vision Microfinance

Der I-AM Vision Microfinance gehört zu den renommiertesten Mikrofinanzfonds im deutschsprachigen Raum. Was ihn von anderen Fonds unterscheidet, wie hoch seine Rendite ist und warum er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel trägt, erfahren Sie im ausführlichen ECOfondstest.


Den vollständigen Fondstest finden Sie weiter unten als PDF.

Mikrofinanzfonds sammeln in Industrieländern Anlegergeld ein, das Partnerbanken dann in Schwellen- und Entwicklungsländern an Kleinstunternehmer weiterverleihen. Weil diese Mikrokredite für viele Menschen die einzige Möglichkeit sind, ein Darlehen zu erhalten und sich eine eigene Existenz aufzubauen, gelten Mikrofinanzfonds als Finanzprodukte mit besonders hoher sozialer Wirkung – als echte Impact-Fonds.

Die Anlageschwerpunkte des I-AM Vision Microfinance liegen in Asien und Lateinamerika. Der Fonds ist einer der ältesten und größten Mikrofinanzfonds. Es gibt ihn bereits seit 2006, derzeit verwaltet er 525 Millionen Euro. Gestartet hat ihn die Investmentgesellschaft Impact Asset Management (I-AM) aus Wien, bis Ende 2023 hieß er Dual Return - Vision Microfinance. Im Herbst 2024 übernahm die österreichische Sparkassengruppe Erste I-AM von der Wiener C-Quadrat Gruppe.

Kein Geld für Kinderarbeit und Waffen

Bei der Auswahl der Partnerbanken orientiert sich I-AM an Bewertungen des Schweizer Beratungsunternehmens Symbiotics, das seit 2004 Mikrofinanzinvestoren betreut und Mikrofinanzinstitute vor Ort prüft. Investierbar sind nur Mikrofinanzbanken, die einen positiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Bewertungskriterien sind beispielsweise die soziale Ausrichtung der Institute, ihr Arbeitsklima und ihre Umweltpolitik. Wichtig ist auch, ob sie ihre Kundinnen und Kunden fair behandeln, sie so weit wie möglich vor Überschuldung schützen und alle wichtigen Informationen transparent zur Verfügung stellen.

Außen vor bleiben Banken, mit deren Geld etwa Kinderarbeit, Waffen, Treibnetzfischerei, Tabak, Glücksspiel oder antidemokratische Medien finanziert werden. Tabu sind auch Geschäfte, die Gebiete mit hohem ökologischen, sozialen oder kulturellen Schutzwert zerstören. I-AM begleitet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Symbiotics regelmäßig vor Ort bei ihren Besuchen der Mikrofinanzinstitute.

Ein ECOreporter-Siegelfonds

Der I-AM Vision Microfinance erhält im ECOfondstest die Nachhaltigkeitsnote 1,5. Damit gehört er zu den nachhaltigsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil der Fonds in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel (eine Liste aller Siegelträger finden Sie hier).

Den vollständigen Fondstest können Sie unten als kostenfreies PDF herunterladen. Einfach anklicken.

Weitere Mikrofinanzfonds hat die Redaktion hier getestet.

Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.

Das schließt der Fonds aus:
  • International verbotene Geschäfte (u.a. Handel mit Arzneimitteln und Wildtieren)
  • Waffen
  • Harte Alkoholika
  • Tabak
  • Glücksspiel
  • Pornographie
  • Prostitution
  • Antidemokratische Medien
  • Zerstörung von Gebieten mit hohem Schutzwert
  • Radioaktives Material (außer zu medizinischen Zwecken)
  • Ungebundene Asbestfasern
  • Treibnetzfischerei
  • Gefährliche Chemikalien (u.a. Benzin und andere Erdölprodukte)
  • Zwangsarbeit/schädliche Kinderarbeit/Menschenhandel

Stand 5/2025

Verwandte Artikel

03.06.26
 >
02.06.25
 >
02.05.25
 >
20.01.26
 >
03.10.25
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x