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Im Test: Ökoworld Growing Markets 2.0
Mexikanische Mikrofinanzanbieter, indische Krankenhäuser, ein eBay-Konkurrent aus Argentinien – der Ökoworld Growing Markets 2.0 investiert vor allem in grüne Unternehmen aus Schwellenländern. Eine gute Geldanlage-Idee? ECOreporter hat den Aktienfonds ausführlich getestet.
Den Ökoworld Growing Markets gibt es seit 2012, gestartet hat ihn die grüne Fonds- und Versicherungsgesellschaft Ökoworld aus Hilden bei Düsseldorf. Der Fonds will ausschließlich in Aktien von Unternehmen anlegen, die positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. Der Schwerpunkt liegt auf Branchen wie saubere Energien, Bildung und Gesundheit. Die Unternehmen müssen ein starkes Schwellenländergeschäft haben, aber nicht unbedingt selbst aus Schwellenländern kommen. Daher finden sich im Fonds auch einige Aktien aus den USA, Japan oder Deutschland.
Aus dem größten Schwellenland China kommen 20 Prozent der Aktien. Dahinter folgen Taiwan, Japan, Brasilien, Südkorea und Indien. Nach Recherchen von ECOreporter enthält der Fonds keine Papiere chinesischer Unternehmen, die von Zwangsarbeit profitieren.
Anspruchsvolles Auswahlverfahren
Die Auswahlkriterien sind wie bei allen Ökoworld-Fonds streng: Zahlreiche kontroverse Branchen wie Kohle, Öl, Atomenergie, Pestizide und Rüstung sind komplett tabu, auch Zulieferer werden ausgeschlossen (eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie unten). ECOreporter hat den kompletten Fondsbestand überprüft: Keines der zum Testzeitpunkt 86 Unternehmen verstößt gegen die Anlagerichtlinien. Finanziell hat sich der Ökoworld Growing Markets langfristig gut entwickelt, auf zehn Jahre gesehen liegt er 136 Prozent im Plus. Allerdings schwankte er deutlich: In den letzten zwölf Monaten hat er 17 Prozent an Wert gewonnen, in den letzten fünf Jahren nur 10 Prozent.
Ein ECOreporter-Siegelfonds

Im ECOfondstest erhält der Ökoworld Growing Markets 2.0 die Nachhaltigkeitsnote 1,4. Damit gehört er zu den grünsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel.
Den vollständigen Fondstest finden Sie weiter unten. Sie können sich den Test rechts oben auch als kostenfreies PDF herunterladen.
ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Rentenfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.
Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
ECOfondstest
02/2026
Einzeltest
Aktienfonds
Ökoworld Growing Markets 2.0
Finanzen: Der Fonds hat in den letzten 12 Monaten (20.2.2025 – 20.2.2026) 16,9 % an Wert gewonnen. Zum Vergleich: Der MSCI World Index kam im gleichen Zeitraum auf ein Plus von 5,3 %. Auf Sicht von 10 Jahren hat der Fonds 136 % zugelegt (MSCI World: plus 223 %). Die Jahresgesamtkosten des Fonds sind mit 2,25 % hoch. Zudem wird bei Überschreiten des Höchstkurses (High-Watermark) und der Mindestperformance von 8 % eine Performance-Gebühr von maximal 10 % der jährlichen Wertsteigerung erhoben.
Risiko: Totalverlust unwahrscheinlich. Teilverluste möglich. Für einen Aktienfonds durchschnittliche Wertschwankungen.


Nachhaltigkeit: Der Fonds will ausschließlich in Unternehmen investieren, die in Schwellenländern positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. Im Bestand finden sich etwa der mexikanische Mikrofinanzanbieter Gentera, der chinesische Pharmakonzern Innovent Biologics, der taiwanesische Chip-Riese TSMC, die Online-Handelsplattform MercadoLibre aus Argentinien und die indische Klinikkette Narayana. Der Fonds investiert auch in einige Firmen aus Industrieländern, die ein starkes Schwellenländergeschäft haben, aus Deutschland beispielsweise der Gabelstaplerhersteller Kion und der Halbleiterspezialist SUSS MicroTec. Die meisten Aktien kommen aus China (20 %) und Taiwan (16 %). Komplett tabu sind u.a. Unternehmen, die Geld verdienen mit Waffen/Rüstung, Atomenergie, Kohle, Öl, Tabak und Pestiziden. Weitere Ausschlussgründe: Korruption, Raubbau an natürlichen Ressourcen, Verstöße gegen Arbeits- und Menschenrechte. Die Kriterien sind streng, sie umfassen auch Zulieferer. Ökoworld verlässt sich nicht auf externe ESG-Ratings, sondern führt das Nachhaltigkeits-Research selbst durch und greift dabei ergänzend auf Daten von externen Dienstleistern zurück. Nach ECOreporter-Recherchen verstößt keines der zum Testzeitpunkt 86 Unternehmen im Fonds gegen die Auswahlkriterien. Der Fonds hat keinen Nachhaltigkeitsbeirat.
Transparenz: Ökoworld veröffentlicht einmal im Monat die vollständige aktuelle Aktienliste. Die Jahresberichte enthalten viele Informationen zu den investierten Unternehmen. Der Fondsanbieter informiert außerdem sehr ausführlich über Nachhaltigkeitskonzept und Auswahlverfahren des Fonds.
Nachhaltige Wirkung: Der Fonds beteiligt sich an Neuemissionen von Aktien. Hierbei fließt Geld vom Aktionär direkt ins Unternehmen. Zudem kontaktiert Ökoworld Unternehmen, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Die Fondsgesellschaft nimmt auch ihre Stimmrechte auf Hauptversammlungen wahr und informiert über ihr Stimmverhalten.
Gesamtnote:
1
2
3
4
5
6
Fazit: Breit gestreuter Schwellenländerfonds mit anspruchsvollem Auswahlverfahren.
Nachhaltigkeitsnote:
1
2
3
4
5
6
Aktien-Auswahlprinzip:
1,0
Nachhaltigkeits-Management:
2,0
Transparenz:
1,3
Nachhaltige Wirkung:
1,3
Finanznote:
1
2
3
4
5
6
Wertentwicklung:
1,7
Sicherheit/Risiko:
2,7
Kosten:
3,7
Wertentwicklung: Performance in Relation zu MSCI World Index und Festgeldanlagen (Faktor 5 in Finanznote). Gesamtnote kann Rundungsdifferenzen aufweisen.

Stärken
- Strenge Nachhaltigkeitskriterien
- Vorbildliche Transparenz
- Hohe nachhaltige Wirkung
Schwächen
- Hohe Kosten
Empfohlene Anlagedauer: Ab 7, besser 10 Jahre.
Fondsname:
Ökoworld Growing Markets 2.0
Start:
2012
Fondsgesellschaft:
Ökoworld Lux. S.A.
ISIN:
LU0800346016
Internet:
Volumen 20. Februar 2026:
196 Millionen Euro
Jahresgesamtkosten (TER):
2,25%
- Uranabbau
- Chlorchemie & PFAS
- Verursachung massiver Umweltschäden
- Raubbau an natürlichen Ressourcen
- Systematische Verstöße gegen Verbraucherschutzvorschriften
