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Im Test: Fight For Green Offensiv
Der Fight For Green Offensiv will in börsennotierte Unternehmen investieren, die einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Kann die Aktienauswahl überzeugen? Und wie steht der Fonds finanziell da? ECOreporter hat ihn eingehend getestet.
Ins Leben gerufen haben den Fight For Green Offensiv der Hamburger Vermögensverwalter Proaktiva und die ebenfalls in Hamburg ansässige Advanced Sustainable Investment GmbH. Proaktiva bietet auch vier Mischfonds an, von denen zwei als nachhaltig ausgewiesen sind.
Klimafreundlich in konventionellen Branchen
Der Fight For Green Offensiv enthält nur wenige Aktien von Unternehmen, deren Kerngeschäft Klimaschutz ist. Allerdings finden sich im Bestand ausschließlich Firmen, denen die international anerkannte Science-Based Targets initiative (SBTi) anspruchsvolle Klimaziele bescheinigt, beispielsweise die ECOreporter-Aktien-Favoriten Siemens, Novo Nordisk, Church & Dwight und Storebrand. Zudem gelten Ausschlusskriterien, vor allem für fossile Energien und Waffen.
Wie die Redaktion Transparenz, nachhaltige Wirkung und finanzielle Entwicklung des Fight For Green Offensiv einschätzt und den Fonds insgesamt bewertet, erfahren Sie im vollständigen ECOfondstest im Premium-Bereich. Der Test liefert die wichtigsten Analyse-Ergebnisse sowie Noten für alle getesteten Bereiche.
Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
ECOfondstest
03/2026
Einzeltest
Aktienfonds
Fight For Green Offensiv
Finanzen: Der Fonds hat in den letzten 12 Monaten 1 % an Wert verloren (5.3.2025 - 5.3.2026). Zum Vergleich: Der MSCI World Index stieg im gleichen Zeitraum um 11 %. Auf 3 Jahre gesehen legte der Fonds 13 % zu (MSCI World: plus 56 %). Für einen Aktienfonds etwas höhere Jahresgesamtkosten von 1,92 %.
Risiko: Totalverlust unwahrscheinlich. Teilverluste möglich. Für einen Aktienfonds moderate Wertschwankungen.


Nachhaltigkeit: Der Fonds will in Aktien von Unternehmen investieren, die einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Unternehmen müssen Klimaziele haben, die nach Einschätzung der renommierten Science-Based Targets initiative (SBTi) mit den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens übereinstimmen. Komplett ausgeschlossen sind u.a. Geschäfte mit Kohle, Öl- und Gasförderung, Tabak und geächteten Waffen. Bei konventionellen Waffen, Atomkraft und Pornografie gilt eine Umsatztoleranz von 5 %. In der Aktienliste finden sich Halbleiterkonzerne (ASML, AMD, Qualcomm), Pharmariesen (Novo Nordisk, Novartis), große Finanzhäuser (S&P, Nasdaq, Moody’s). Aus nachhaltiger Sicht diskussionswürdig sind vor allem der Luxusgüterkonzern Hermés (Pelze), der Lachszüchter Mowi und die Google-Mutter Alphabet. Das Fondsmanagement (Hauck & Aufhäuser) kümmert sich auch um das Nachhaltigkeitsresearch und greift dabei u.a. auf Daten der Ratingagentur MSCI zurück. Nach ECOreporter-Recherchen verstößt keines der zum Testzeitpunkt 33 Unternehmen im Fonds gegen die Auswahlkriterien. Ein fünfköpfiger wissenschaftlicher Beirat mit externen Expertinnen und Experten berät den Fonds, hat aber keine Entscheidungsbefugnisse.
Transparenz: Die komplette Aktienliste findet sich nur in den Jahres- und Halbjahresberichten des Fonds. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment informiert online in Pflichtdokumenten über Nachhaltigkeitskonzept und Auswahlverfahren, liefert aber keine Informationen zur Nachhaltigkeit einzelner Unternehmen. Einige ergänzende Angaben gibt es auf der Website des Fondsinitiators Advanced Sustainable Investment (ASI), die zum Testzeitpunkt überarbeitet wird.
Nachhaltige Wirkung: Der Fonds beteiligt sich nicht an Neuemissionen von Aktien. Universal-Investment nimmt die Stimmrechte des Fonds auf Hauptversammlungen wahr, orientiert sich dabei aber nicht am Nachhaltigkeitskonzept des Fonds. ASI gibt an, Unternehmen bei Nachhaltigkeitsproblemen zu kontaktieren, veröffentlicht allerdings keinen Engagement-Report.
Gesamtnote:
1
2
3
4
5
6
Fazit: Solider grüner Fonds mit vielen Aktien aus konventionellen Branchen.
Nachhaltigkeitsnote:
1
2
3
4
5
6
Aktien-Auswahlprinzip:
2,3
Nachhaltigkeits-Management:
2,7
Transparenz:
4,3
Nachhaltige Wirkung:
4,0
Finanznote:
1
2
3
4
5
6
Wertentwicklung:
3,5
Sicherheit/Risiko:
2,3
Kosten:
3,0
Wertentwicklung: Performance in Relation zu MSCI World Index und Festgeldanlagen; Faktor 5 in Finanznote. Gesamtnote kann Rundungsdifferenzen aufweisen.
Wertentwicklung in %
3/2023 - 3/2026

Stärken
- Wissenschaftlich basiertes Auswahlverfahren
Schwächen
- Geringe Transparenz
- Wenig nachhaltige Wirkung
Empfohlene Anlagedauer: Ab 7, besser 10 Jahre.
Fondsname:
Fight For Green Offensiv
Start:
2022
Fondsinitiator:
Proaktiva/ASI
ISIN:
DE000A3DK5M9
Internet:
Volumen 5. März 2026:
11,2 Millionen Euro
Jahresgesamtkosten (TER):
1,92%