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Im Test: UmweltBank Fonds – Sustainable Europe
Der UmweltBank Fonds – Sustainable Europe ist der älteste von mittlerweile fünf Fonds bzw. ETFs der UmweltBank. Er orientiert sich an dem strengen Nachhaltigkeitsansatz, der bei der grünen Nürnberger Bank für alle Geschäftsbereiche gilt. ECOreporter hat den Mischfonds eingehend geprüft.
Der UmweltBank Fonds – Sustainable Europe, der bis Ende 2024 UmweltSpektrum Mix hieß, darf nur in Unternehmen anlegen, die dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen (die sogenannten Sustainable Development Goals, kurz SDGs). Im Bestand finden sich unter anderem Aktien und Anleihen von Grünstromfirmen, Pharmakonzernen und Dämmstoffanbietern.
Der Fonds investiert auch in vergleichsweise kleine Unternehmen, die nur selten in Fonds auftauchen. Das liegt auch daran, dass die UmweltBank selbst Nachhaltigkeitsresearch für den Fonds durchführt und sich nicht auf die teils widersprüchlichen ESG-Noten von Ratingagenturen verlässt. Diese Agenturen bewerten kleine Unternehmen oft gar nicht.
Strenge Auswahlkriterien
Für den sehr transparenten Fonds gelten umfangreiche Ausschlusskriterien ohne Toleranzschwellen. Ein bisschen Kohle oder Rüstung? Das gibt es hier nicht. Atomkraft und Massentierhaltung sind ebenfalls komplett tabu (siehe auch die Liste unter diesem Artikel). Dass die strengen Vorgaben bei der Auswahl der Aktien und Anleihen eingehalten werden, überprüft regelmäßig der unabhängige Umweltrat der Bank. Auch ECOreporter hat sich alle zum Testzeitpunkt 55 Unternehmen im Fonds genau angesehen: Keines verstößt gegen die Anlagekriterien.
Ein ECOreporter-Siegelfonds

Der UmweltBank Fonds – Sustainable Europe erhält im ECOfondstest die Nachhaltigkeitsnote 1,3. Damit gehört er zu den nachhaltigsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er auch in Unternehmen investiert, die in anderen Fonds fehlen, kann er sich als tiefgrüne Beimischung im nachhaltigen Portfolio eignen. Wer einsteigt, sollte in der Lage sein, den Fonds mindestens sieben Jahre zu halten, besser länger.
Weil der UmweltBank Fonds – Sustainable Europe in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel (eine Liste aller Siegelträger finden Sie hier).
Den vollständigen Fondstest können Sie weiter unten lesen oder oben rechts als kostenfreies PDF herunterladen.
ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.
Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.
Von der UmweltBank gibt es auch eine börsennotierte Aktie. Sie gehört zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Grüne Spezialwerte. Mehr dazu können Sie hier lesen. Ein Unternehmensporträt der UmweltBank finden Sie hier.
ECOfondstest
02/2026
Einzeltest
Mischfonds
UmweltBank Fonds - Sustainable Europe
Finanzen: Der Fonds hat in den letzten 12 Monaten 3 % an Wert gewonnen (10.2.2025 – 10.2.2026). Zum Vergleich: Ein ähnlich gewichteter Mix aus dem Aktienindex MSCI World und dem Anleihenindex MerrillLynch Global stieg im gleichen Zeitraum um 3,6 %. Auf 5 Jahre legte der Fonds 1 % zu. Für einen anspruchsvollen Mischfonds durchschnittliche Jahreskosten von 1,67 %.
Risiko: Totalverlust unwahrscheinlich. Teilverluste möglich. Im Vergleich zu anderen aktienlastigen Mischfonds durchschnittliche Wertschwankungen.


Nachhaltigkeit: Der UmweltBank Fonds – Sustainable Europe (früher UmweltSpektrum Mix) investiert nach dem strengen Nachhaltigkeitsansatz der UmweltBank in europäische Aktien (87 %) und Anleihen (12 %; Rest: Kassenbestand). Infrage kommen nur Unternehmen, die einen positiven Beitrag zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) leisten. Komplett tabu sind u.a. Geschäfte mit fossilen Energien und Kernkraft, militärischen Gütern, Gentechnik und Giftstoffen. Der Fonds investiert auch nicht in Unternehmen, die durch kontroverses Umweltverhalten oder Verstöße gegen Arbeits- und Menschenrechte auffallen. In der Wertpapierliste finden sich Erneuerbare-Energien-Unternehmen (Energiekontor, EDP Renováveis, PNE, Nordex), Dämmstoffspezialisten (Steico, Sto) sowie Pharma-Weltmarktführer (Roche, Novo Nordisk). Dazu der Recyclingkonzern Befesa, die Optikerkette Fielmann und die Impact-Bank ProCredit. Nach ECOreporter-Recherchen verstößt keines der zum Testzeitpunkt 55 Unternehmen gegen die Nachhaltigkeitsgrundsätze des Fonds. Ihre Bewertungsdaten bezieht die UmweltBank von den Nachhaltigkeits-Ratingagenturen ISS ESG und EthiFinance. Der mit externen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wirtschaftsethik und nachhaltige Projektentwicklung besetzte Umweltrat der Bank hat die Anlagekriterien des Fonds mitentwickelt und kontrolliert, ob sie eingehalten werden.
Transparenz: Die UmweltBank informiert anschaulich über Auswahlverfahren, Nachhaltigkeitskonzept und Fondsgremien. Die komplette aktuelle Wertpapierliste ist auf der Fonds-Website einsehbar, außerdem ein ausführlicher Engagement-Bericht.
Nachhaltige Wirkung: Der Fonds beteiligt sich an Neuemissionen von Aktien und Anleihen und nimmt seine Stimmrechte auf Hauptversammlungen wahr. Das Stimmverhalten und der Verkauf von Wertpapieren aufgrund unzureichender Nachhaltigkeit werden veröffentlicht. Die UmweltBank kontaktiert investierte Unternehmen bei Nachhaltigkeitsproblemen.
Gesamtnote:
1
2
3
4
5
6
Fazit: Der Fonds setzt das anspruchsvolle Nachhaltigkeitsverständnis der UmweltBank überzeugend um.
Nachhaltigkeitsnote:
1
2
3
4
5
6
Aktien-Auswahlprinzip:
1,3
Nachhaltigkeits-Management:
1,0
Transparenz:
1,3
Nachhaltige Wirkung:
1,7
Finanznote:
1
2
3
4
5
6
Wertentwicklung:
4,6
Sicherheit/Risiko:
2,3
Kosten:
2,7
Wertentwicklung: Performance in Relation zu Vergleichsindizes und Festgeldanlagen (Faktor 5 in Finanznote). Gesamtnote kann Rundungsdifferenzen aufweisen.

Stärken
- Strenge Auswahlkriterien
- Umweltrat mit externen Experten
- Hohe Transparenz
Schwächen
- Wertentwicklung 5 Jahre
Empfohlene Anlagedauer: Ab 7, besser 10 Jahre.
Fondsname:
UmweltBank Fonds – Sustainable Europe
Start:
2020
Fondsinitiator:
UmweltBank AG
ISIN:
LU2078716052
Internet:
Volumen 10. Februar 2026:
91 Millionen Euro
Jahresgesamtkosten (TER):
1,67%
- Alkohol (Vertrieb): 2,0%
- Öl und Gas (Dienstleistungen): 1,0%
- Tabakprodukte (Vertrieb/Dienstleistungen): 2,0%
- Pornografie (Vertrieb): 2,0%
- Glücksspiel (Vertrieb): 2,0%
- Nicht-medizinisches Cannabis (Produktion): 0,0 %, (Vertrieb/Dienstleistungen): 2,0%
