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Infineon kauft Aktien zurück – Vorstände sollen langfristig bleiben
Der Chiphersteller Infineon hat ein neues Programm zum Rückkauf eigener Aktien gestartet. Außerdem verlängert der Konzern aus Neubiberg bei München die Verträge von Vorstandschef Jochen Hanebeck und Finanzvorstand Sven Schneider vorzeitig und will eine Fabrik früher eröffnen als ursprünglich geplant.
Wie der Konzern mitteilte, wird Infineon bis zu 4 Millionen eigene Aktien für einen maximalen Gesamtpreis von 200 Millionen Euro zurückkaufen. Die Käufe sind Infineon zufolge am heutigen Montag gestartet und sollen bis zum 27. März laufen. Im vergangenen November hatte Infineon im Rahmen eines limitierten Programms 750.000 eigene Aktien zurückgekauft. Diese wurden für die Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen genutzt.
Neue Chipfabrik soll schneller fertig werden
Auf seiner Hauptversammlung am Freitag verkündete Infineon außerdem, dass die Vorstandsverträge von CEO Jochen Hanebeck und CFO Sven Schneider vorzeitig verlängert werden. Der Vertrag von Konzernchef Hanebeck soll bis Ende März 2032 verlängert werden, der von Finanzchef Schneider bis Ende April 2032. Die aktuellen Verträge würden im Frühjahr 2027 auslaufen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Herbert Diess erklärte, Infineon sei „in sehr guten Händen“ und habe sich „strategisch erfolgreich positioniert“. Mit der frühzeitigen Vertragsverlängerung wolle man ein Signal für Kontinuität setzen in einer Phase, in der das Unternehmen seine Position in globalen Wachstumsmärkten weiter ausbauen will.
Für dieses Wachstum soll auch die neue Smart Power-Chipfabrik in Dresden sorgen. Diese will der Konzern bereits Anfang Juli eröffnen. Der Bau liege „vor Plan“, wie CEO Hanebeck erklärte. In der Fabrik sollen Halbleiter für die Stromversorgung produziert werden – Infineon sieht eine starke Nachfrage von Techkonzernen, die die Chips für KI-Rechenzentren nutzen wollen.
Die Infineon-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,6 Prozent im Minus zum Freitag und kostet 44,94 Euro (Stand: 23.2.2026, 9:37 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 6,7 Prozent zugelegt, auf Jahressicht gewann sie 18,2 Prozent.
Infineon steht einerseits unter Druck, weil die Nachfrage aus der klassischen Industrie schwächelt, andererseits beflügeln die Hoffnungen auf einen Anteil am KI-Boom die Aktie. Wie Infineon wirtschaftlich dasteht und wie ECOreporter die Aktie aktuell einschätzt, lesen Sie hier.
Infineon Technologies AG: ISIN DE0006231004 / WKN 623100
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